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06.15
13:55

China Schweinefleischerzeugung stockt - Importbedarf steigt

Chinas steigende Schweinefleischerzeugung ist ins Stocken geraten.

Eine zunehmende Bevölkerung mit wachsenden Einkommen hat in China dafür gesorgt, dass die Schweinefleischerzeugung im Durchschnitt der letzten 10 Jahre zwischen 1,5 bis 2,5 % je Jahr gestiegen ist. Diese Wachstumsphase ist vorerst unterbrochen.

Die jüngsten Viehzählungsergebnisse vom April 2015 stellen fest, dass in den ersten 4 Monaten des Jahres 2015 der Schweinebestand von 416 Mio. um 18,6 Mio. Schweine zurückgegangen ist. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2014 beträgt die Rücknahme rd. 9,4 %.

Besonders starke Bestandsminderungen sind mit -3,2 Mio. bei den Sauen eingetreten. Die chinesische Sauenherde rutscht mittlerweile unter die 40 Mio. Stück-Grenze.  (Zum Vergleich: in Deutschland gibt es rd. 2 Mio. Sauen)

Allerdings ist die Produktivität der Sauenhaltung  mit 16,5 Mastschweinen je Sau relativ bescheiden.

Ursache des massiven Abbaus der Schweinebestände ist die mangelnde Wirtschaftlichkeit im Wirtschaftsjahr  2014 mit Verlusten je Mastschwein bis zu 50 $. Sowohl Hinterhofhaltungen als auch Großhaltungen sind in finanzielle Schwierigkeiten geraten und haben die Bewirtschaftung eingestellt. Funktionstüchtige Anlagen wurden von größeren Einheiten aufgekauft.

Die chinesischen Schweinepreise lagen im April 2015 bei umgerechnet  2,48 € je kg auf für chinesische Verhältnisse knapp durchschnittlichem Niveau. Für die kommenden Monate erwartet man einen Spitzenpreis um den Wert von 3,25 € je kg.

Zur Relativierung sind die Futtermittelpreise dagegen zu halten. Mais kostet um 380 € je mt und Sojaschrot um 475 € je t.  Ende Mai rechnet man im Durchschnitt mit einem Profit von 7 bis 8 € je verkauftes Mastschwein.

Die Verbraucherpreisinflation für Nahrungsmittel liegen um 1,5 %. Schweinefleisch ist am Inflationsindex mit  einem  Anteil von rd. 33% beteiligt. Die staatlich kontrollierte Obergrenze der Inflation liegt bei 3%.

Das wirtschaftliche Wachstum ist zurzeit mit 7,5 % recht klein gemessen an früheren Jahren.

Die nur wenig verminderte  Nachfrage nach Schweinefleisch führt zu steigenden Importmengen aus einer Vielzahl von Ausfuhrländern. Die EU und die USA als weltgrößte Exporteure von Schweinefleisch hoffen einen Teil davon für sich zu gewinnen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um besonders wertvolle Teilstücke.

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