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04.15
13:16

Chinas Schweinefleischerzeugung im Umbruch

Schweinefleischmarkt China 2015 - Mehr Einfuhren werden notwendig

Mit rd. 55 Mio. t Schweinefleisch produziert China etwa  die Hälfte der Welterzeugung. In den letzten 10 Jahren sind Produktion und Verbrauch um jährlich 1,5 bis 2 % gestiegen. Es gab jedoch einzelne Unterbrechungen durch Seuchenzüge und Erfrierungen.

Für das Jahr 2015 wird ein leichter Rückgang der Erzeugung erwartet. Im vorausgegangenen Jahr wurden aufgrund geringer Rentabilität rd. 12 % der Sauen abgestockt. In diesem Jahr 2015 fehlen die Ferkel für die Mast.

Der chinesische Schweinefleischverbrauch soll dennoch um 0,5 % wachsen. Der Fehlbedarf aus eigener Erzeugung wird durch erhöhte Importe gedeckt werden. Gegenüber früheren Schätzungen sollen die Einfuhren nach China die 1 Mio. t Marke nicht erreichen, sondern nur rd.  0,8 Mio. t. Hinzugerechnet werden müssen noch die Einfuhren Hongkongs in einer Größenordnung von 0,36 Mio. t.

Chinas überwiegende Schweinefleischerzeugung findet  zu rd 50 % in 10 Schwerpunktregionen statt. Im Nordosten Chinas sind es die Provinzen Hebei (4,5 %), Shangdong (6 %), Henan (10 %) und Anhui.  Im südlichen Zentralchina steht Sichuan mit einem Erzeugungsanteil von 12 % an vorderster Stelle. Die benachbarte Provinz Hunan erreicht rd. 8,5 %. Im Süden sind die Provinzen Guangdong und Guangxi mit jeweils einem Marktanteil von knapp 5,5 % beteiligt.

Anders als in Deutschland ist die Schweinefleischerzeugung breitflächig  gestreut. Ursache ist die noch fehlende bzw. wenig ausgeprägte  Infrastruktur mit einer geschlossenen Kühlkette und überregionalen Transport.

Die Betriebsstrukturen der Schweinehaltung haben sich in den letzten 10 Jahren erheblich verändert. Die sog Hinterhofhaltungen bis zu einer Größe von 50 Schweinen je Bestand ist von 75 % im Jahr 2000 auf unter 30 % im Jahre 2015 gemessen an der Zahl der Schweine gefallen. Legt man die Betriebszahlen zugrunde handelt es sich dabei um rd. 98 %  der schweinehaltenden Betriebe. In dieser Betriebsgrößenklasse werden zwei Drittel der Schweine selbst geschlachtet.

Stark zugenommen hat  die Bestandsgrößenklasse mit  50 bis unter 3.000 Schweinen  je Einheit, die es jetzt auf 60 % Anteil am chinesischen Schweinebestand gebracht hat.   In dieser Kategorie werden 25 % der Schweine geschlachtet.

Die früher wenig bedeutende Schweinehaltung in Beständen über 3.000 Tieren ist auf 15 % angewachsen. Der Anteil an den Schlachtungen beträgt jedoch nur 5 %.

Die Top 10 größten Schweinefarmen in China beginnen bei 18.000 Sauen bis zum größten Zusammenschluß der  Wens Family Farms Guangdong mit  350.000 Sauen und entsprechender Mast sowie Vermarktung.

Die Organisationsformen reichen von Einzelbetrieben über mehr oder weniger feste Zusammenschlüsse  bis zu konzernartigen Gebilden.

Internationale Firmen von der Zucht  über Stallbau, Schlachtung bis zur Vermarktung  sind dann gern gesehene Gäste, wenn Know how und eine entsprechende Anpassungsbereitschaft an die lokalen Verhältnisse mitgebracht wird.

Die Schweinefleischeinfuhren gelangen im Wesentlichen nur in die küstennahen Großstädte, deren Versorgung aus dem Hinterland nicht ausreichend ist. Die Transportkosten auf dem Wasserwege sind wesentlich günstiger als auf dem Landwege, insbesondere vor dem Hintergrund, einer gerade im Anfangsstadium befindlichen geschlossenen Kühlkette.

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