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07.13
18:16

Chinas Versorgung mit Veredlungsprodukten

Chinas Selbstversorgung wird geringer

Steigende Einkommen einer wachsenden Mittel- und Oberschicht in China verlangt nach höher veredelten Produkten. Trotz aller Anstrengungen der chinesischen Landwirtschaft gelingt es nicht, in allen Bereichen dem wachsenden Verbrauch Rechnung zu tragen.

Beim Schweinefleisch mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch von fast 40 kg erreicht den Selbstversorgungsgrad von knappen 100 %, wenn jedes Jahr ca. 1,5 bis 2 % mehr Schweinefleisch produziert wird. Wenn das in Einzeljahren nicht gelingt, wird verstärkt importiert. Die bisherige Spitze der Schweinfelsicheinfuhren lag mit China und Hongkong zusammen bei 1,1 Mio t. Europa liefert leider nur minderwertige Teilstücke, die aber in China eine Delikatesse sind  (Pfötchen, Schwänze, Rüsselscheiben, Schweinsköpfe)

Der Rindfleischkonsum ist erst in jüngerer Zeit mit den steigenden  Einkommen gestiegen, so daß die noch hohen Überschüsse in den 90er Jahren mittlerweile auf Null abgebaut sind. Allerdings liegt der Pro-Kopf-Verbrauch nur bei 6,5 kg.

Die Versorgung mit Geflügelfleisch unterliegt heftigen Schwankungen aufgrund immer wieder stattfindender Krankheitseinbrüche in den weit verbreiteten Hinterhofhaltungen mit unzureichender Hygiene.

Die Eigenversorgung mit Milchprodukten ist seit dem Melaminskandal regelrecht eingebrochen. Das Vertrauen in chinesische Produkte ist grundsätzlich negativ. Seit dem Jahre 2006 stagniert die Inlandsproduktion, die zuvor mit Riesenschritten gewachsen ist. Dennoch werden Milchprodukte in steigendem  Maße konsumiert. Die Belieferung erfolgt mit Dauerwaren wie Voll- und Magermilchpulver sowie Käse aus dem Ausland,  allen voran aus Neuseeland.

 Die starke chinesische Nachfrage nach Milchprodukten bestimmt in entscheidenen Maße die Milchproduktpreise auf Weltebene. Bei der hohen Exportabhängigkeit der europäischen Milcherzeugung profitieren Milcherzeuger indirekt von diesem enormen Nachfragewachstum. Bei nachlassenden Einkommenswachstum in China besteht die Befürchtung, das das hohe Milchpreisniveau hierzulande kaum zu halten ist.

Die zunehmende Verwestlichung der Konsumgewohnheiten lässt ein Ende des Nachfragewachstums noch nicht absehen.  Ein Prozent Verbrauchssteigerung hat einen Multiplikator von 1,4 Mrd. Chinesen. (Zum Vergleich in der EU-28 leben 508 Mio. Menschen)

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