26.
02.14
16:20

Der russische Schweinemarkt - ruinöse Erzeugerpreise Anf 2014

Die Entwicklung des Schweinefleischmarktes in Russland

Der Schweinefleischmarkt in Russland brach nach der politischen Wende 1989 aufgrund fehlender staatlicher Stützung völlig zusammen. Erst mit Beginn des Jahres 2002 setzte eine Erholung ein, die in den nachfolgenden Jahren mit erheblichen Subventionen bei der Erzeugung, Schlachtung und weiteren Vermarktung vorangetrieben wurde. Jährlich Wachstumsraten in Höhe von 5 %  in den letzten 10 Jahren trieb die Eigenerzeugung kräftig voran.  

Fast genau so stark wuchs der Verbrauch, so dass die auf durchschnittlich 1 Mio. t gestiegenen Importe in den letzten 7 Jahren relativ konstant blieben. Erst in jüngster Zeit ist eine Abflachung der Einfuhren auszumachen.

Die Produktionstechnischen Leistungen liegen weit unter europäischem Niveau.  Die unzureichende Versorgung mit Qualitätseiweiß führt zu Futterverwertungen knapp unter 4.  Eigenes Sonnenblumen- und Rapsschrot stehen im Vordergrund, Sojaschrot ist knapp und teuer. Energiegehalte im Futter um die 12 ME reichen nicht für Tageszunahmen über 650 g hinaus. Verlustquoten von 5 % sind üblich.

Die Afrikanische Schweinepest sorgt seit 2007 für gelegentlich auch große Ausfälle, wenn Zucht- und Mastanlagen in 10.000er Größe durch Wildschweine oder hygienisch bedenkliche Hinterhofhaltungen bedroht werden. Allein im Jan 2014 wurden 5 neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest den Behörden offiziell gemeldet. Eine Hochburg der AKP-Fälle ist die nach Osten angrenzende Region am Schwarzen Meer, in unmittelbarer Nähe, wo die Olympischen Winterspiele stattgefunden haben.

Durchschnittliche Schweinepreise in Russland liegen bei 2,50 € je kg. Die Spannbreite reichte in den letzten Jahren von 2,30 bis 3,30 €/kg. In den letzten 3 Monaten 2013/14 sind die Kurse auf 2 €/kg gefallen, teilweise saison-, aber auch konjunkturell bedingt. Ein solcher Preis deckt nicht mal die variablen Kosten.

Zusätzliche Importe an Schweinefleisch sind daher zurzeit wenig erwünscht, um die ruinösen Schweinefleischpreise  nicht noch weiter zu drücken. Trotz Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation wird eine russische Außenhandelspolitik nach rein protektionistischen Methoden ohne Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit praktiziert.

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