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10.13
13:50

Deutsches Schweinefleisch auf dem Weg nach Japan

Deutschlands Schweinefleischausfuhren nach Japan -

von null auf 2.500 t – ein vielversprechender Anfang (?)

Jahrelang hat Deutschland auf die hoch interessanten Schweinefleischausfuhren nach Japan gewartet. Die japanischen Qualitätsansprüche sind hoch, das Preisniveau ist Weltspitze mit über 5 € je kg auf Verarbeitungsstufe, allerdings durch Einfuhrzölle im Preis verdoppelt.

Häufiger auftretende Schweinepestfälle in Teilen Deutschlands waren ein entscheidender Hinderungsgrund für Japan, seine Grenzen für deutsche Einfuhren zu öffnen. Jetzt geht’s! Ein Anfang ist gemacht.

Japan importiert mit rd. 1,2 Mio. t je Jahr etwa die Hälfte seines Schweinefleischkonsums. Zu den Hauptimporteuren gehören die USA mit rd. 30 % und  Kanada mit 25 %. Dänemark hat in den letzten Jahren Schwierigkeiten, seinen Anteil von über 10 % zu halten. Japan läßt nur Schweinefleischimporte aus Ländern zu, in denen Tierseuchen dauerhaft vermieden worden sind. Das gilt insbesondere für die nordamerikanischen USA, Kanada und auch Mexiko.

Von den europäischen Ländern gehört Dänemark dazu, weil dort jahrzehntelang  keine Schweinepest bzw. Maul- und Klauenseuche aufgetreten ist. Die Fast-Insellage macht‘s möglich. „Die Seuche geht nicht über’s Wasser“ sagt man.

In jüngerer Zeit haben auch Polen und Ungarn Zulassungen für gekochte und damit desinfizierte Spezialitätenprodukte erhalten.

Mit  Spezialitäten könnte Deutschland in weitem Umfange aufwarten. Vom Schwarzwälder und westfälischen Schinken, über die bayrische Weißwurst und Haxen, bis hin zu Frankfurter und Nürnberger Würstchen: alles Produkte, die mit Hilfe des Tourismus in Japan durchaus bekannt sind und in guten Ruf stehen.

Die Produkteinführung gegen die geballte Konkurrenz vor Ort wird jedoch nicht einfach. Wenn allerdings das Vertrauen von Seiten der Japaner zu den Lieferanten einmal hergestellt ist, sind Daueraufträge üblich. Die bisherigen deutschen Ausfuhren betragen gerade mal 0,5 %  der japanischen Schweinefleischimporte. Da gibt’s noch viel zu tun, allerdings ist der Kuchen verlockend groß!

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