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08.15
16:55

Deutschlands Schweinefleischerzeugung im 1. Halbjahr 2015 auf Rekordniveau

Deutsche Schweinefleischerzeugung im 1. Halbjahr 2015 rd. 2,4 % über Vorjahreszeitraum

Im ersten Halbjahr 2015 wurde in deutschen gewerblichen Schlachtbetrieben ein Rekordwert von 2,76 Millionen Tonnen Schweinefleisch erwirtschaftet; ein Anstieg um + 67 000 Tonnen (+ 2,4 %) gegenüber dem ersten Halbjahr 2014. Im ersten Quartal 2015 betrug der Produktionsanstieg rd. + 41 500 t,  im zweiten Quartal bei + 25 500 Tonnen. Die Schlachtschweine wiesen ein durchschnittliches Schlachtgewicht von 94,9 Kilogramm auf.

Im Vergleich zu den vorgehenden 3 Jahren mit zwar schwankenden, aber relativ stabilen Niveau wurde eine überdurchschnittliche Produktionsausdehnung erreicht. Die Rückgänge des Vorjahres wurden wieder überkompensiert. Die Zunahme der Erzeugung ist jedoch nur eine Teilursache für das derzeit niedrige Preisniveau. Die Einflussfaktoren auf der Nachfrageseite aus dem In- und Ausland wiegen schwerer.

Die Schlachtzahlen erreichten einen Rekordumfang von 29,3 Millionen Schlachtschweinen aus in- und ausländischer Herkunft. Gemästete Schweine aus dem Inland belaufen sich auf 27,2 Millionen Tiere. Die Zahl der Schlachtungen von importierten Mastschweinen, die in deutschen Schlachthöfen geschlachtet wurden, reduzierte sich im gleichen Zeitraum um - 107 200 Tiere (- 4,8 %) auf 2,1 Millionen Schweine. Die Zahl der im Ausland geschlachteten Mastschweine deutscher Herkunft bleibt vergleichsweise gering.

Unter Berücksichtigung eines Anteils von knapp 20 % Ferkelimporte stammen zwischen 25 bis 30 % der in Deutschland geschlachteten Schweine nicht aus deutschen Ferkelställen. Damit wird die besondere strukturelle Situation Deutschlands hinsichtlich seines Ferkeldefizits und seiner Mast- und Schlachtkapazitäten-Überhänge deutlich.

Die in der Schweinehaltung stärksten Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen erreichen einen zwei Drittel Anteil an  den bundesdeutschen  Schweineschlachtungen (Nordrhein Westfalen: 9,9 Millionen Tiere, Niedersachsen: 9,4 Millionen Tiere), wobei die Tiere grenzüberschreitend erfasst werden.

Die Schweinefleischproduktion bestreitet  zwei Drittel Anteil an der deutschen Gesamtfleischerzeugung. Danach folgt Geflügel und Rindfleisch.

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