25.
10.15
15:24

Die US-Kühlhäuser werden wieder voller

Steigende Fleischbestände in den US-Kühlhäusern

Die monatlichen Vorratsfeststellungen der Fleischbestände in den US-Kühlhäusern ergab für den Stichtag 1. Sep.-15 einen leicht wieder ansteigenden Gesamtbestand. Üblicherweise sollten die Kühlhausläger zum Herbst/Winter geringer besetzt sein. Die hohen Schlachtzahlen bei Rind, Schwein und Hähnchen sorgen jedoch für eine beachtliche  Wiederauffüllung der Regale.

Das bisher erreichte Niveau ragt weit über die üblichen Mengen hinaus. Rindfleisch liegt mit 31 % deutlich über dem Vorjahresmonat. Bei Schweinefleisch werden 19 % mehr auf Vorrat gehalten und im Falle von Hähnchenfleisch sind es 28 % mehr. Lediglich bei Putenfleisch sind die Vorratsmengen geschrumpft. Hintergrund sind die Ausfälle im Putensektor infolge der Epidemie des Vogelgrippevirus zu Beginn dieses Jahres. Die gleiche Ursache hat zu verringerten Exporten bei Hähnchenfleisch beigetragen. Etliche Importländer haben aus Sorge von Seucheneinschleppung die Einfuhren storniert.

Neben der ungewöhnlichen Höhe der Lagerbestände erstaunt das jüngere Wiederansteigen in den Herbstmonaten. Insbesondere bei Rindfleisch fällt der Anstieg besonders hoch aus. Als Ursache wird die gute und preiswerte Futtergrundlage dieses Jahres gesehen, dass zu vermehrten Schlachtzahlen und insbesondere zu höheren Schlachtgewichten geführt hat.  

Die erhöhten Schweinebestände nach der PED-Epidemie führen ebenfalls zu steigenden Schlachtzahlen. Auch wenn die Schlachtgewichte nicht mehr ganz so groß ausfallen wie im Jahre 2014, so liegen sie doch immer noch über dem mehrjährigen Durchschnittswerten.

Auf der Nachfrageseite scheinen die Absatzmöglichkeiten im Inland aufgrund des schon erreichten hohen Niveaus begrenzt zu sein. Schwerwiegender wirkt sich aber der durch den hohen Dollarkurs gebremste Export aus.

Die hohen Lagerbestände drücken auf die Preise. An den Börsen geben die Kurse deutlicher nach als bisher zu beobachten war. Die Notwendigkeit zum Export wird die Einstandspreise weiter unter Druck halten. Die USA als wichtigster Konkurrent zur EU  wird - speziell im Schweinefleischsektor - für gebremste Ausfuhrmöglichkeiten sorgen.

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