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EU Kurzzeitprognose zum Schweinemarkt 2014/15

EU-Kommission-Kurzzeitprognose für 2014/15

In ihrer regelmäßigen Herbstausgabe der Kurzzeitprognosen geht die EU-Kommission von einem Wiederanstieg der Schweineproduktion spätestens im IV. Quartal 2014 aus. Für das Jahr 2015 wird eine um 0,8 % höhere Schweinefleischerzeugung erwartet. Grundlage für diese Einstufung sind die gestiegenen Sauenzahlen in Deutschland, Niederlande, Spanien, Dänemark und Ungarn.  Der Produktionszuwachs findet vorrangig in den alten westlichen EU-Ländern statt.

Auf der Verbrauchsseite wird von einer  gleich hohen Steigerung wie bei der Erzeugung ausgegangen. Die gefallenen Schweinefleischpreise sollen sich konsumanregend auswirken. Der Pro-Kopf-Verbrauch soll von durchschnittlichen 31,0 auf 31,2 kg in der Gesamt-EU zunehmen.

Der Selbstversorgungsgrad der EU-28 bleibt bei rd. 110 %.

Die durch die russische Importsperre gebremsten Schweinefleischexporte werden für das Jahr 2015 auf Vorjahreshöhe eingeschätzt. Das sind 230.000 t bzw. rd. 8 % weniger als im Vergleichsjahr 2013. Eine Änderung der Ausfuhrsituation in Richtung Russland ist dabei nicht einbezogen, weil davon ausgegangen wird, dass die russische Importsperre länger als ein Jahr dauern wird. Entweder werden die Gegensanktionen verlängert oder aber die ASP-Fälle in Polen und den baltischen Staaten sind der Anlaß für die Fortsetzung.

Mögliche Chancen einer Exportsteigerung im asiatischen Raum bietet möglicherweise Vietnam, das seine Grenzen öffnet. Die Exportpotenziale nach Japan, Südkorea und Philippinen sind weitgehend ausgeschöpft.

Sollten sich  Prognosen von Produktion, Verbrauch und Export bestätigen, ist mit wenig erfreulichen Schweinepreisen zu rechnen. Darauf weisen die aktuellen Kurse im IV-Quartal hin. Entspannung könnten weitere Ausfuhrmöglichkeiten aufgrund der schwachen Preise in Verbindung mit einem weniger teuren Euro und den reduzierten brasilianischen und amerikanischen Exportgeschäfte liefern. Nicht zuletzt die Hoffnung auf eine günstigere Grillsaison. Die gefallenen Futtermittelpreise sind als Teilausgleich in die Waagschale zu werfen.

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