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09.13
10:56

EU-Prognose: Mäßiger Anstieg des Schweineaufkommens im 4. Quartal 2013

Eurostat: Prognose zum weiteren Schlachtschweineaufkommen 2013 in der EU-27

Das statistische Amt der EU hat mit Ende August ihre Prognosezahlen zum weiteren vierteljährlichen Schlachtschweineaufkommen auf der Basis der jüngsten Viehzählungen aktualisiert. Demzufolge ist auf den ersten Blick davon auszugehen, dass im kommenden 4. Quartal 2013 die Zahl der Schweine zunehmen wird, die zur Schlachtung anstehen.

Allerdings sind 3 einschränkende Beobachtungen dagegen zu halten.

  • Im Vergleich zum Vorjahresquartal 2012 wird die Zahl der Schlachtungen mit -3,7 % deutlich niedriger ausfallen.  
  • Die angegeben italienischen Zahlen für das 4. Quartal 2013 fallen  mit plus 17,7 % gegenüber dem Vorquartal und dem Vorjahresquartal völlig aus dem Rahmen, so daß deren Zuverlässigkeit bezweifelt werden muss.
  • In den vielen kleineren Ländern isnbesondere der MOE-Länder steigen die Hausschlachtungen im Rahmen der Selbstversorgung sasional an, so daß deren Effekt nicht überbewertet werden sollte.

Läßt man Italien und die übrigen kleinen Länder außen vor, ergibt sich ein wesentlich stabileres Bild. Steigerungen im 4. Quartal sind saisonüblich, werden aber in diesem Jahr 2013    deutlich geringer ausfallen als im Vorjahr. Auch die Zunahme im Vergleich zum 3. Quartal 2013 fällt mit knappen  +0,2 % kleiner aus. Diese Beobachtung zieht sich durch alle größeren Erzeugungsgebiete in der EU-27. Für Deutschland, Dänemark, Spanien, Niederlande und Frankreich ist kein entscheidender Anstieg der Tierzahlen für den Rest des Jahres 2013 im Vergleich zur Zeitspanne von Juli, August, September festzumachen.

Diese Feststellung schließt nicht aus, dass die wöchentlichen Auftriebe ganz unterschiedlich ausfallen können und dementsprechende Preisschwankungen nach sich ziehen. Die zurückliegenden 3 Wochen haben dieses Phänomen nachdrücklich unter Beweis gestellt.

Für Deutschland errechnet sich ein durchschnittliches wöchentliches Aufkommen im 4. Quartal 2013 von rd. 962.000 Schlachtschweinen nur geringfügig mehr als im 3. Quartal 2013 mit rd. 959.000 Tieren. Die vorgenannten Zahlen sind nicht vergleichbar mit den Daten der meldepflichtigen Schlacht- und Handelsbetriebe. Interessant ist nur die geringe Veränderung, die sich auch in den Meldezahlen niederschlagen sollte.

Das 4. Quartal hat aber noch seine Besonderheiten mit den Feiertagen um Weihnachten herum, so dass hier wieder mit den spezifischen Gegebenheiten vor, während und nach den Weihnachtstagen gerechnet werden  

Wenn die Nachfrage aus dem In- und Ausland keine entscheidenden Veränderungen bringt, ist von der Angebotsseite kein massiver Preisdruck bzw. –rückgang wie im Vorjahr auf die Marke von 1,60 € je kg zu erwarten. Andererseits ist bei hohen und steigenden Verbraucherpreisen nicht damit zu rechnen, dass weitere große Preissprünge über die 2 €/kg-Marke durchsetzbar erscheinen.  

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