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07.14
06:57

EU Schweinefleischexporte Jan -Mai: durchschnittlich -8,6 %; Russlands Exportsperre wirkt

EU-Schweinefleisch-Drittlandexporte (Jan-Mai 14): Russland – 82 %, aber Südkorea +89 %

In den ersten 5 Monaten des Jahres 2014 hat die EU insgesamt 106.911 t bzw. - 8,6 % weniger Schweinefleisch ausgeführt. Dabei rechnen sich jedoch Minderausfuhren in einigen Regionen mit Mehrausfuhren in anderen Regionen gegenseitig auf.

Der größte Rückgang entfällt auf die Gruppe der zusammengefassten kleinen Importeure mit - 220. 000 t. Darunter fällt in jüngster Zeit Russland mit einer Importminderung von knapp rd.-42..000 t bzw.  - 82 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Monat Jan.-14 noch nicht von der Importsperre betroffen war. Rückläufig sind auch die Exporte in die Ukraine mit -29 % bzw. -10.000 t.

Importsteigerungen aus EU-Lieferungen sind vor allem in Japan mit + 43 % bzw. 40.000 t, Südkorea mit -89 % bzw. 34.500 t und Philippinen mit + 36.400 t bzw. +78 % erreicht worden.

Chinas Schweinefleischeinfuhren sind mit -4 % rückläufig gewesen. Die Einfuhrsteigerungen Hongkongs mit +7 % aber kleinerem Volumen haben die Gesamtmenge gerade wieder ausgeglichen.

Rechnet man die bisherige Entwicklung auf das ganze Jahr 2014 wird die EU gerade 2,72 Mio. t Schweinefleischexporte auf Produktbasis erreichen. Gegenüber dem Vorjahr verliert die EU rd. -400.000 t, das entspricht etwa zwei Drittel der früheren Exporte in Richtung Russland.

Die trotz Teilausgleich  fehlenden Exporte setzen in einem Exportüberschussland die Preise unter Druck. Im Durchschnitt des bisherigen Jahresverlaufs kann man die Preisminderung auf etwa 0,10 bis 0,15 €/kg taxieren. Besonders ausgeprägt tritt der Preisdruck dann in Erscheinung, wenn - wie in jüngster Zeit Mitte Juli - der Inlandsabsatz aufgrund Ferien/Urlaub und Schlechtwetter ins Stocken gerät.

Die positiv laufenden Exporte in die asiatischen Länder Japan, Südkorea und Philippinen machen Hoffnung, dass die Herbstpreise in der EU sich wieder stabilisieren. Unterstützend wirkt dabei das erwartete geringere Schlachtaufkommen in der EU zwischen -0,5 bis -1,3 %.

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