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05.15
12:19

EU-Schweinefleischexporte nehmen wieder zu

EU-Schweinefleischexporte nach dem Russland-Schock wieder auf dem Vormarsch

Mit dem Russland-Importverbot für Schweinefleisch aus der EU und anderen ausgewählten westlichen Ländern ging ein Nachfrageverlust von rd. 0,75 Mio. t  bzw. 12 % weltweit verloren. Davon war die EU zu überwiegenden Teilen betroffen. Bei einem EU- Selbstversorgungsgrad von rd. 110 % fielen die Schweinepreise von einem Durchschnittsniveau bei etwa 1,65 €/kg auf Werte um die 1,40 € je kg. Niedrige Einstandspreise und ein schwacher Euro waren andererseits günstige Voraussetzungen im globalen Wettbewerb neue Absatzgebiete zu erobern.

Während das Jahr 2014 noch einen Ausfuhrrückgang in Höhe von durchschnittlichen – 5 % verkraften musste, zeichnet sich I. Quartal 2015 eine Zunahme von +8,7 % beim Verkaufsgewicht ab.  Die durchschnittlich erzielten Preise blieben jedoch weitgehend unverändert zum Vorjahr, liegen aber 5 ct/kg unter den Ergebnissen von vor 2 Jahren. Die wertmäßige Ausfuhr 2013 ist noch nicht wieder erreicht worden.

Nach dem Ausfall Russlands sind die Lieferungen in andere Importländer deutlich  gewachsen. Hohe Exportsteigerungen im I. Quartal 2015  in Höhe zusätzlichen 50.000 t bzw. 31 % sind für China festzustellen. Der chinesische Gesamtimport aus der EU beläuft sich ohne Hongkong auf 220.000 t. Das sind rd 20 % aller Schweinefleischeinfuhren Chinas. Der Durchschnittswert mit 1,31 € je kg ist jedoch nicht besonders preisstützend einzuordnen. Das Teilgebiet Hongkong hat dagegen 28.000 t bzw. 30 % weniger aus der EU geliefert bekommen.

Südkorea hat zusätzlich 27.500 t bzw. +61 % mehr EU-Schweinefleisch importiert als in der gleichen Vorjahresperiode.  Im Gegensatz dazu blieben die japanischen Einfuhrzahlen nicht leicht hinter den Vorjahreswerten zurück. Dabei ist der japanische Markt mit Durchschnittserlösen von 3,42 €/kg besonders interessant. Das weiß auch die Konkurrenz in Kanada und USA.

Die Philippinen haben in den letzten Jahren vermehrt Schweinefleisch aus der EU bezogen. Allerdings bleiben die zusätzlichen Mengen mit knapp 3.500 t deutlich hinter anderen Gebieten zurück.

Bemerkenswert sind einige außergewöhnliche Entwicklungen.  Australien steigert seine Schweinefleischeinfuhren aus der EU  um 75 % auf eine Gesamtmenge von knapp 20.000 t. Eine beachtliche Steigerung für afrikanische Verhältnisse sind die Importe der Elfenbeinküste mit 30 % auf eine Gesamtmenge von 13.500 t.

Eine Menge von 145.000 t Schweinefleisch mit unterschiedlichen Teilstücken und Verarbeitungsprodukten werden in eine Vielzahl von kleineren Importländern verschickt. Die sonstigen EU-Exporte stellen nach China immerhin die zweitgrößte Position in der Exportskala dar.

Für das Jahr 2015 steht die EU knapp vor den USA an 1. Stelle der führenden Schweinefleisch-exportierenden Ländern.

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