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08.15
08:10

EU-Schweinefleischexporte: trotz Steigerung in Teilbereichen unzureichend

EU-Schweinefleischexporte im 1. H. 2015 – China nimmt zu – Russland fehlt

Die vorläufige Abrechnung der EU-Schweinefleischexporte des ersten Halbjahres 2015 offenbart, dass die Ausfuhrmengen immer noch um rd 300.000 t hinter den Zahlen früherer Jahre zurückbleiben.

Die fehlende Ausfuhrmenge nach Russland in Höhe von durchschnittlich 750.000 t wurde zwar durch höhere Liefermengen in andere Länder zu einem beachtlichen  Teil abgefangen, aber eben nicht vollständig.  

Die Exporte nach China haben sich in den letzten Jahren von rd 400.000 t auf über 900.000 t mehr als verdoppelt. In jüngster Zeit sind besonders starke Zunahmen zu beobachten, allerdings geht ein wachsender Anteil zu Lasten der Hongkong-Einfuhren.

Deutlich - wenn auch nicht  so große -  Steigerungen der Exportmengen sind nach Japan, Südkorea und die Philippinen geflossen. Die genannten Staaten werden vornehmlich von Nordamerika bedient, allerdings haben die Virus-Epidemie in den USA und Kanada sowie der starke Dollarkurs dazu beigetragen, dass die Angebote aus der EU mit einem schwachen Eurokurs relativ wettbewerbsfähiger wurden.  Südkorea hat immer noch infolge von  Tierseuchen  zunehmend Ersatzbedarf.

Die asiatischen Länder haben mit ihrer Einfuhrsteigerung aus der EU fast 400.000 t der fehlenden Russlandeinfuhren aufgefangen. Die zusammengefaßten  „kleinen“ Importstaaten  haben immerhin 125.000 t mehr aus der EU bezogen. Die Märkte müssen vielfach erst kostenträchtig erschlossen werden.

Die China-Exporte erzielen durchschnittliche Erlöse von 1,3 bis 1,5 € je kg. Im Vergleich dazu konnten in Russland auch wertvollere Teilstücke aufgrund des kurzen Weges in einer Größenordnung von 1,80 bis 2 € je kg plaziert werden. Damit  fehlt neben den Absatzmengen auch noch ein beachtlicher Teil an Erlösen, die wesentlich mitverantwortlich für die Höhe der Auszahlungspreise  sind.

Für das 2. Halbjahr 2015 wird mit weiteren Absatzsteigerungen in Richtung China gerechnet. Im Land der Mitte ist die Eigenerzeugung ungewöhnlich zurückgenommen worden. Bei nur wenig verminderter Nachfrage  sind Einfuhrsteigerungen unumgänglich. Die günstigen Einstandspreise und der niedrige  Eurokurs machen die Einfuhren aus der EU hoch attraktiv. Marktexperten schätzen eine Zunahme der China-Importe auf fast 500.000 t, die zu einem beachtlichen Teil  aus der EU stammen könnten.  Der zunehmende Bedarf konzentriert sich erfahrungsgemäß auf die Zeitspanne vor dem chinesischen Neujahrsfest Anfang Febr. 2016.  

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