13.
12.15
17:28

EU-Schweinefleischexporte unzureichend

Schweinefleischausfuhren der EU: viele Tonnen – wenig Euros

Mit einem Selbstversorgungsgrad von rd. 110 % ist die EU auf die Ausfuhren von Schweinefleisch angewiesen. Nach der Importsperre Russlands sind seit 2014 rd. 750.000 t Exporte je Jahr für die EU weggefallen.  Die Exportwirtschaft hat sich in den letzten beiden Jahren bemüht. einen großen Teil der Fehlmengen auszugleichen.  

Absatzsteigerungen sind vor allem in den asiatischen Ländern gelungen. Der größte Zuwachs entfällt auf China mit einer Steigerung von rd. 50 %. Weitere Ausfuhrmengen konnten in Richtung Südkorea untergebracht werden. Dagegen sind die Exporte nach Hongkong und den Philippinen wieder zurückgegangen. Im Ergebnis bleibt es dabei dass gegenüber dem Jahre 2013 einschl. des Russlandexportes  noch rd. 40.000 t fehlen.

Betrachtet man jedoch die Wertentwicklung der Ausfuhren in € ist  eine deutlich größere Wertdifferenz festzustellen. Der durchschnittliche Exporterlös liegt bei 1,88 € je kg verarbeiteter, verpackter und gefrosteter Ware. Der reine Rohstoffwert liegt nochmal um die Hälfte niedriger.

Untersucht man die einzelnen Exporterlöse in die verschiedenen Länder, stellt sich heraus, dass die Einnahmen beim Verkauf nach China mit durchschnittlich 1,44 € je kg verarbeiteter, verpackter und gefrosteter Ware erheblich zurückbleibt. Weitere Exportsteigerungen werden also nur sehr begrenzte Auswirkungen auf Preissteigerungen hierzulande ausüben. Aber China ist gerade das Land, dass die über die größten Importsteigerungspotenziale verfügt allerdings nur im Niedrigpreissegment.

Exporte nach Japan mit 3,46 €/kg sind deutlich höherwertig einzustufen. Aber die japanischen Importmengen bleiben  in engen Grenzen.

Für Südkorea wurden größere Mengen aus der EU zu Kursen von 2,30 €/kg abgesetzt, aber diese Nachfrage hält nur solange an, wie die USA mit ihren hohen Dollarkursen an Wettbewerbskraft verloren haben. Letztlich leidet Südkorea an  Schweineepidemien, die sie nur schwer in den Griff bekommen.  

Für eine grundsätzliche Verbesserung der derzeit niedrigen Schweinepreise ist die Exportsteigerung zwar eine willkommene Maßnahme, aber sie wird nicht ausreichen, ausreichend große Werte zur Höherbezahlung zu erwirtschaften. Solange die russischen Schweinefleischeinfuhren nicht wieder auf dem internationalen Markt in Erscheinung treten, werden die Hoffnungen auf Preisbesserung begrenzt bleiben.

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Jetzt registrieren

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich