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05.16
16:14

EU-Schweinefleischmarkt bis 2017 mit wenig Veränderung

EU-Schweinefleischerzeugung 2017 – eher mehr als weniger

Folgt man den jüngsten Unterlagen der EU-Kommission wird sich die Schweinefleischerzeugung in den beiden Jahren 2016 und 2017 nur wenig verändern. Die Produktion soll von 23,35 Mio. t auf 23,4 Mio. geringfügig ansteigen. In den einzelnen Mitgliedstaaten sind unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. Spanien gehört weiter zu den Ländern, die auf Expansion setzen, während  Niederlande und Dänemark deutliche Anzeichen von Angebotsminderungen  zeigen. In Deutschland sollen keine großen Änderungen zu erwarten sein.

Die Produktionsentwicklung findet auf der Grundlage eines fortgesetzten Rückganges der Sauenbestände statt. Der Effekt rückläufiger Sauenzahlen wird aufgefangen durch steigende Ferkelleistungen und  höheren Schlachtgewichten in denjenigen Mitgliedstaaten, die noch deutlich unter 90 kg je Schlachttier liegen. Dazu gehört u.a. Spanien mit 85 kg Schlachtgewicht. Die Sauenzahlen nehmen besonders stark in den mittel- und osteueropäischen Ländern ab.

Der Inlandsverbrauch von Schweinefleisch soll im Durchschnitt der Jahre konstant bei rd. 21,2 Mio. t stehen bleiben. Verschiebungen gibt es zwischen den osteuropäischen Ländern mit einem wachsenden Pro-Kopf-Verbrauch und den westlichen Mitgliedstaaten mit einem eindeutigen Rückgang des Verzehrs je Einwohner.

Die steigende Differenz zwischen Angebot und Inlandsnachfrage wird über einen zunehmenden Drittlandexport ausgeglichen. Auf Schlachtgewichtsbasis berechnet sollen die EU-Ausfuhren die 2,2 Mio. t Marke deutlich überschreiten. Die EU-Exportabhängigkeit wird zunehmend größer. Mit rd. 10 % liegt der Anteil aber immer noch deutlich unter dem 20 %-igen Exportanteil der USA. Die Amerikaner führen rd. 2,1 Mio. t Schweinefleisch aus, produzieren aber auch nur etwas über 11 Mio. t.

Exportzahlen auf Produktgewichtsbasis fallen deutlich höher aus. Dabei kommt es wesentlich auf die unterschiedlichen Teilstücke und den Verarbeitungsgrad an.

Angesichts eines wachsenden chinesischen Importbedarfs sollte es nicht schwerfallen, die zusätzlichen EU-Ausfuhrmengen unterzubringen. Entscheidende Voraussetzung ist jedoch, dass die Wettbewerbsfähigkeit der EU im Exportgeschäft erhalten bleibt. Dazu gehört ein Angebotspreisniveau, das unter Berücksichtigung der Wechselkurse und Frachtraten mit den USA mithalten kann. Die Preise werden daher nicht in den Himmel steigen können.

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