23.
04.16
11:59

EU: Schweineschlachtungen 2016 abnehmende Zuwachsraten

EU-Kommission: Schweineschlachtungen 2016 - zunächst mit fallenden Steigerungsraten, aber  im 4. Quartal fallend.

Der EU-Kommission und der Fachbeirat für den Schweinemarkt haben auf der Grundlage der Viehzählungsergebnisse den möglichen Verlauf der Schweineschlachtungen in den einzelnen Quartalen des Jahres 2016 vorausberechnet.

Im 1. Vierteljahr sind 1,7 % mehr Schlachtungen angefallen sein als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Diese Zahl entspricht den tatsächlichen Beobachtungen in wichtigen Erzeugungsgebieten, aus denen die verlässliche angaben vorliegen.

Im  laufenden 2. Vierteljahr  sollen die Schlachtzahlen um +1,4 % über dem Vorjahr liegen.  Nach dem bisherigen Verlauf im April scheint sich diese Prognose zu bestätigen. Aber es wird noch sehr auf die Monate Mai und Juni ankommen. Schließlich erwartet man in diesen beiden Monaten einen saisonalen Preisanstieg, der neben dem Grilleffekt auch mit einem weniger drängenden unterdurchschnittlichen Schlachtangebot in Verbindung steht.

Im 3. Vierteljahr von Juli bis Sept. 2016 sollen die Schlachtungen nur noch +0,3 % über Vorjahresniveau liegen. In diese Zeit hinein fallen die Urlaubs- und Ferienzeiten, die gewöhnlich die Nachfrageentwicklung ungünstig sind. Überlagert wird der Urlaubseffekt durch den Grilleffekt, sofern denn das Wetter mitspielt. Im Regelfall sind die Tageszunahmen bei den Schweinen infolge der Temperaturen etwas geringer, so dass aus dieser Sicht  das Angebot weniger groß ausfällt. Entscheidend sollte jedoch der Rückgang der Ferkelzahlen sein, wenn man davon ausgeht, dass die Zahl der Sauen in der EU um 2 % zurückgegangen ist.

Überraschend hoch fällt der prognostizierte Rückgang der Schlachtzahlen im 4. Vierteljahr mit -2,4 % aus. Üblicherweise werden im langen Zeitraum des 4. Quartals mehr Schweine geschlachtet. Die Begründung jedoch könnte darin liegen, dass der Rückgang der Sauenzahlen mit einem geringeren Ferkelangebot sich erst in dieser Zeitspanne voll bemerkbar macht.

Für das ganze Jahr 2016 rechnen die Experten im Durchschnitt mit einer Steigerung von 0,2 %, eine Zahl, die aber im Schätzfehlerbereich angesiedelt werden kann. Im Vergleich dazu betrug die Jahreserzeugung 2015 ein Plus von 2,6 %. Sollte sich die Prognose als richtig erweisen, ist von einem konjunkturellen Rückgang im EU-Schweinemarkt im Verlauf des Jahres 2016 auszugehen.

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Jetzt registrieren

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich