27.
02.14
13:13

Europaweit große Verunsicherung und hohe Verluste in der Mast

(AMI) Europaweit wirkt sich der Einfuhrstopp von Russland bezüglich Schweinefleisch auf die Märkte  und deren Handelsströme negativ aus.  Neben der anhaltend großen Verunsicherung  über die weitere Marktentwicklung, schreiben Mäster in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und in Belgien bereits hohe Verluste;  im Schnitt zwischen 10  bis  20 €/ am Schwein.  Noch schlimmer steht es um die Mäster in Polen.

Nachdem die jüngsten Verhandlungen zwischen der Europäischen Kommission und Russland  ohne Erfolg  beendet wurden, ist aktuell noch keine Lösung in Sicht.  Im Gegenteil: Die unterschiedlichen Sympathien gegenüber der politischen Wende in der Ukraine verhindern oft Gespräche zum Fleischhandel auf oberster politscher Ebene. Die oberste russische Veterinärbehörde signalisiert demgegenüber Bereitschaft, deutlich mehr Schweinefleisch aus Brasilien zu beziehen. Innerhalb bilateraler Handelsvereinbarungen sollt  der Handel davon bereits in zwei bis drei Wochen profitieren, sodass noch im März nennenswert größere Exporte von Brasilien nach Russland stattfinden könnten. Angedacht  ist ferner die Produktpalette  aus Brasilien auf Speck- und Fette  zu erweitern, da  dieser Rohstoff  aufgrund des Importverbotes aus der EU einen Engpass und explodierende Rohstoffpreise für die russische Wurstindustrie verursacht hat.
Demgegenüber wird in Polen von einer großen Krise in der Fleischwirtschaft gesprochen. Aufgrund des ausgesetzten Exportes fallen täglich Verluste von über  1 Mio. € an. Regional sollen die Aufkaufpreise für Schlachtschweine schon auf ein Rekordniedrigpreisniveau von um 1 €/kg SG gefallen sein. Für Anfang März ist ein Aufkaufprogramm  der polnischen Regierung für  die Landwirte in den betroffenen Sperrbezirken Polens angekündigt. Ferner wird die Einführung der Bezuschussung  zur privaten Lagerhaltung von Vertretern der  polnischen Fleischbranche gefordert. Die Handelsbeschränkungen nach Russland könnten für Polen schlimmstenfalls bis zu 3 Jahre wirken.

Moderat fallende Preistendenzen sind in den Niederlanden, in Belgien, in Dänemark  sowie in Italien zu beobachten. Besonders deutlich ist der Preisabschlag  in der laufenden Woche mit 14 Ct/kg in Polen ausgefallen, Tendenz stark fallend.
In Deutschland kam die Vermarktung von Schlachtschweinen Ende Februar etwas ins Stocken. Im Fleischhandel sorgt ein schleichender Preisverfall  aufgrund günstiger ausländischer Preisofferten und wegen fehlender Absatzkanäle im  Export für Druck auf die Einstandspreise. Dementsprechend wird in der kommenden Preisrunde eine schwächere Tendenz (-5 Cent je kg) erwartet.

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