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07.15
11:05

Höhere US-Schweinebestände - fallende Schweinepreise im Herbst/Winter 2015

US-Schweinebestand auf Erholungskurs – Konkurrenzdruck für die EU-Exporte

Der US- Schweinebestand hat sich nach dem gravierenden Einbruch der PEDv-Epidemie im Frühjahr letzten Jahres  wieder erholt. Die tödliche Viruserkrankung bei den Saugferkeln ist zwar immer noch vorhanden, erreicht aber nicht mehr das Ausmaß des vergangenen Jahres.

Der vorjährige PEDv-Einbruch hat zu einer starken Verknappung von Schweinefleisch geführt. Die US-Schweinepreise haben historische Höhen von über 2 € je kg erreicht. Die Gewinne in der Schweinemast werden als Jahrhundertereignis eingeordnet. In der Folgezeit wurden die US-Schweinebestände kräftig ausgeweitet.

Der US-Schweinebestand beträgt mit Stand vom 1. Juni 2015  rd. 67 Mio. Stück, rd. 9 % höher als vor einem Jahr. Der Sauenzahlen  erreichen nur knapp die 6 Mio. Grenze, rd. 1 % höher als im Vorjahr. Entscheidend ist die Produktivitätssteigerung. Im Tiefpunkt der Epidemie wurden nur 9,5 Ferkel je Wurf aufgezogen. Jetzt werden 10,35 Ferkel erreicht. Hochgerechnet stehen rd. 5 Mio. Tiere je Wurf mehr für die Aufzucht und Mast zur  Verfügung.

Die Steigerung der US-Schweinefleischerzeugung wird zusätzlich durch die Beibehaltung hoher Schlachtgewichte intensiviert. Die Angebotsmengen treffen immer noch auf einen aufnahmefähigen Markt, weil das Rindfleischangebot  in den USA so knapp ist wie seit Jahren nicht mehr. Die aktuelle Grillzeit trägt zum hohen Verbrauchsniveau bei. Das wird in den kommenden  Herbst-/Wintermonaten deutlich weniger werden.

Die US-Schweinepreise haben nach einem kurzen Höhenflug zu Beginn der Grillsaison jetzt wieder deutlich nachgegeben. Die Kurse notieren  um den Betrag von 1,40 € je kg. Zwar sind die US-Werte mit den europäischen Qualitätsnormen nicht direkt vergleichbar, aber der US- und Weltmarkt verlangt nicht die hohen Magerfleischwerte, wie sie in Europa gefordert werden.

Die Terminkurse für die Herbst-/Wintermonate an der Chicagoer Börse sollen zwischen 1,20 bis 1,30 € je kg betragen. Angesichts der ausgeprägten Wettbewerbssituation im Exportgeschäft werden die US-Kurse den Rahmen vorgeben, in denen sich die die EU-Exportpreise bewegen können.

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