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"Massentierhaltung" auf amerikanische und deutsche Art

US-Schweineproduktion am Ende einer stürmischen Entwicklung –Eine USDA-Studie veröffentlicht im Okt 2013

Die Zahl der US-Schweinefarmen ist in den letzten 20 Jahren von 240.000 auf unter 70.000 gefallen. Die Zahl der Schweine ist jedoch mit durchschnittlich 60 Mio. Stück (in einer Spannbreite von 56 bis 68 Mio.) weitgehend konstant geblieben.

Das durchschnittliche Erzeugungsvolumen je Farm ist von 945 verkauften Schweinen im Jahre 1992 auf 8.390 Tiere im Jahre 2009 angestiegen. Durchschnittlich werden neben der Schweinehaltung  noch 265 ha Nutzfläche bewirtschaftet. Fast 50 % aller  Schweine sind auf irgendeine Weise vertraglich gebunden.

Die Zahl der Schweine in Beständen unter 1.000 Plätzen  liegt knapp über 5 %. Mehr als  80 % der Schweine stehen in der Bestandsgrößenklasse über 5.000 Tiere. Die 130 größten Schweinefarmer mit Beständen über 50.000 Schweine verfügen über 57 % des US-Schweinebestandes.

Zum Vergleich: In Deutschland werden 0,6 % der Schweine in Einheiten über 5.000 Tiere gehalten und 85 % der Schweine in Bestandsgrößen unter 1.000 Stück.

Noch in den 90er Jahren wurde auf mehr als der Hälfte der US-Farmen die Ferkel zu 100 % und das Futter zu rd. 50 % selber erzeugt. Das betraf rund zwei Drittel der Schweineproduktion. Heute beträgt der Anteil dieser Farmen nur noch ein Viertel bzw. 20 % der Schweineerzeugung.

Dafür hat sich die Zahl der reinen Mastbetriebe auf fast 50 % erhöht, in denen knapp ¾ der Schweine gemästet werden. Die Eigenerzeugung an Futter auf 275 ha ist unter 20 % gefallen. Die Hälfte der Betriebe haben vertragliche Bindungen mit Schlachtern oder anderen Unternehmen. Das betrifft  rd. 80 % der US-Schweineerzeugung.

Die Ferkelerzeugung teilt sich jeweils zur Hälfte auf in Betriebe mit dem Verkauf von Ferkel im Gewicht bis 30 kg und sog. Babyferkel mit Gewichten zwischen 6 bis 8 kg.  Die Babyferkelerzeuger bewirtschaften im Durchschnitt nur 85 ha, während die schweren Ferkel auf Betrieben mit über 300 ha Nutzfläche gehalten werden. Zu 98 % werden Baby-Ferkel  unter vertraglichen Regelungen aufgezogen.

Nach amerikanischer Einschätzung geht man davon aus, dass die größten Wachstumsschübe stattgefunden haben. Die Kosten- und Arbeitszeitdegressionen sind weitgehend ausgeschöpft. Dafür steigen die Umweltbelastungen stärker an. Grundlegende neuere Technologien sind nicht in Sicht. In der Zucht sieht man noch Möglichkeiten, insbesondere in der Sauenfruchtbarkeit, der Futterverwertung und den täglichen Zunahmen in den unteren Bestandsgrößenklassen. Nachweislich werden in den großen Einheiten die besten tierischen und ökonomischen Leistungen erzielt.

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