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11.14
17:36

Niedrigste Fleischbestände in den USA seit Jahren

US-Fleischbestände: erheblich weniger Rind und Schwein - Spekulation auf steigende Preise

Die monatlichen Berichte zum Fleischwarenbestand in den amerikanischen Kühlhäusern zeigen im Durchschnitt des Jahres 2014 einen um 10 bis 15 % niedrigeren Bestand im Vergleich zum einem 5-Jahresmittel 2009 bis 2013. Der Vergleich zum Vorjahr 2013 fällt noch dramatischer aus.

Üblicherweise werden in den Sommermonaten die Vorräte aufgestockt. Dieser Saisoneffekt ist 2014 so gut wie ausgeblieben. Hauptursache waren die fehlenden Schweinefleischmengen infolge der PEDv-Seuche in den USA. Aber auch das knappe Rindfleisch hat zu dieser Bestandsverringerung beigetragen. Die Bestände an Geflügelfleisch fiel weniger stark nach unten, tragen aber in jüngster Zeit zu einer Verbesserung der Versorgungslage bei.

Für die Winterperiode 2014/15 ist mit einer Annäherung an die mehrjährige Durchschnittsbestandsentwicklung zu erwarten. Der Grund liegt in den anhaltend hohen US-Schlachtgewichten.

Das als knapp anzusehende Versorgungsniveau trägt dazu bei, dass die Fleischpreise auf hohem Niveau bleiben Für Schweinefleisch werden Preise zwischen 1,50 und 1,60 €/kg vorausgesehen. Bei Rindfleisch liegen die Kurse umgerechnet zwischen 5,50 und 6 € je kg.

In der Winterperiode werden nach den Weihnachtstagen mit verstärkten Putenfleischkonsum wieder auf Schweinefleisch zurückgegriffen. Das könnte für den Schweinesektor nochmals Kursauftrieb bedeuten. Die große Unbekannte bleibt die PEDv-Seuche in diesem Winter. Üblicherweise kommt es aufgrund von geringerer Wirkungseffizienz bei den Gegenmaßnahmen zu einer stärkeren Häufung  während der kalten Jahreszeit. Auch wenn die Auswirkungen der Jungtierverluste erst in 6 Monaten zum Tragen kommen, werden  bereits im Vorfeld aufgrund der Vorratsansammlung die Preise wieder ansteigen.

Eine Wiederholung der PEDv-Welle wie im Vorjahr träfe die US-Fleischwirtschaft mit größerer Wucht als im Vorjahre, weil die Ausgangslage der Fleischbestände erheblich niedriger ausfällt. Damit fällt ein gewisses Maß an ausgleichenden Anfangsbeständen weg.

An den Börsen werden die Terminkurse in den Frühjahrsmonaten bereits höher gehandelt. Darin ist eine erhebliche Risikoprämie eingepreist. Sollten die befürchteten Tierverluste in weniger großem Umfange auftreten, werden die Fleischpreise auch deutlich nachgeben.

Die Hoffnung, dass mit zunehmender Erfahrung und größerer Aufmerksamkeit das Seuchengeschehen besser gemanagt wird als im Vorjahr, könnte zur Verringerung des Schadens beitragen. Dann werden die Preise auch nicht so hoch ausfallen wie das im letzten Jahr mit Kursen über 2 € je kg der Fall war.

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