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Preisprognosen für das 1. Halbjahr 2015

Düstere Prognosen für Schweinepreise im 1. Halbjahr 2015

Die EU-Kommission hat in ihrer jüngsten Stellungnahme zur aktuellen Entwicklung auf dem Schweinefleischmarkt eine Vorschau zur weiteren Entwicklung der Schweinepreise abgegeben. Die Prognose beruht auf den Auswertungen der Viehzählungsergebnisse von Mai bis Juli in der überwiegenden Zahl der EU-Mitgliedsländer.

Für den Rest des Jahres 2014 sollen im IV. Quartal die Schweinepreise für die Klasse S bei rd. 1,46 € je kg liegen und für die Klasse E werden die Kurse auf rd. 1,41 € /kg eingeschätzt. Fallende Kurse im IV. Quartal eines Jahres sind saisonüblich, ungewöhnlich ist das niedrige Niveau. Das Niedrigpreisniveau ist eindeutig auf die russische Importsperre zurückzuführen, die bei einem EU-Selbstversorgungsgrad von 110 % erhebliche Schwierigkeiten verursacht. Ausreichend alternative Absatzwege im Binnen- und Drittlandmarkt sind schwer zu finden;  die Möglichkeiten reichen nicht aus, das gesperrte Volumen kostengleich unterzubringen.

Für das 1. Quartal des neuen Jahres 2015 soll das Schweinefleischaufkommen leicht steigen. Aber die jahreszeitübliche Nachfrage – insbesondere das Nachweihnachtsgeschäft – ist um diese Zeit schwach aufgestellt. Das führt zu einem zu erwartenden Preisdruck. Die EU-Kommission schätzt, dass die Schweinepreise der Klasse E in den Monaten Jan bis März im Durchschnitt auf 1,38 je kg fallen könnten.

Für das II. Quartal 2015 wird ein unverändertes Schlachtaufkommen erwartet. Gleichzeitig wird in den Monaten April, Mai und Juni mit einer stärkeren Nachfrage aufgrund der Grillsaison zu rechnen sein. Dabei werden bereits im Vorfeld Grillartikel auf Lager genommen, weil im Regelfall der Grillverbrauch aus laufender Schlachtung nicht ausreichend bedient werden kann. Dementsprechend sollen die Preise in dieser Phase die Schweinepreise auf 1,46 € je kg steigen.

Der Absatzverlauf in der Grillsaison ist aber in hohem Grade wetterabhängig. Im ablaufenden Jahr 2014 setzten die Grillaktivitäten recht frühzeitig schon Mitte April ein. Der Monat Mai war aufgrund der häufigen Niederschläge weniger absatzintensiv. Dafür war der Juni-14 umso freundlicher.  Der Schweinefleischabsatz für das II. Quartal ist daher sehr unsicher einzuschätzen, so dass auch die Preisprognose mit vielen Risiken behaftet ist.

Neuere Informationen lassen die traditionellen Viehzählungen von Anfang November 2014 erwarten. Deren Auswertungen werden frühestens im Jan-2015 bekannt werden. Zwischenzeitliche Einzelauswertungen könnten aber bereits vorzeitig Fingerzeige liefern.

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