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Produktionskostenvergleich der Schweinefleischerzeugung

Deutschland produziert in der zweithöchsten Produktionskostengruppe - Brasilien hat die niedrigsten Kosten der Schweinefleischerzeugung

Die BPEX - eine Abteilung des englischen landwirtschaftlichen und gärtnerischen Entwicklungsfonds hat für 2013 einen „Schweine-Produktionskostenbericht“ veröffentlicht.

Die höchsten Produktionskosten je kg Schlachtgewicht im obersten Viertel wurden in Schweden, Italien, Tschechei, Großbritannien und Irland  ermittelt.

Im zweithöchsten Viertel liegen Deutschland Österreich, Frankreich, Niederlande, Belgien und Dänemark.

Unterdurchschnittliche Produktionskosten im 3. Quartil wurden in den Ländern Kanada, Spanien und den USA ermittelt.

Die niedrigsten Kosten im Vergleich der ausgewählten Länder weist Brasilien auf.

Ausschlaggebend für die Höhe der Produktionskosten waren vor allem die Futterkosten. Zwischen dem niedrigsten (Brasilien) und höchsten Aufwendungen (Italien) für die Futtermittel   bestand ein Unterschied von etwas mehr als 100 %. Die niedrigsten Kosten haben Schweinerzeuger im SO Brasiliens mit günstigen Bezug von Mais und Soja, haben aber eine vergleichsweise hohe sonstige Kostenbealstung, die u.a. in der Logistik der Schlachtbranche zu finden sind.  

Deutschland fällt durch leicht überdurchschnittliche Futterkosten auf.  Eine gute Futterverwertung gleicht den hohen Futtermittelpreis des Jahres 2013 teilweise wieder aus. In den weiteren Kosten und den Finanzierungsaufwendungen hält sich Deutschland im oberen Bereich auf. Dahinter verbergen sich hohe Umwelt- und Bauauflagen.  Gemessen an den durchschnittlichen EU-Preisen fallen deutsche Produktionskosten im guten Preisjahr 2013 noch etwas höher aus. Allerdings gehören die deutschen Schweinepreise im EU-Vergleich mit zu den höchsten.

Die Produktionskosten werden in den einzelnen Ländern teilweise durch unterschiedlich hohe Preise wieder ausgeglichen. Beim Exportgeschäft fallen die Vermarktungskosten marktferner Gebiete  wieder besonders ins Gewicht. Das ist z. B. für Brasilien der Fall. Generell kann man feststellen, dass sich unterschiedlich hohe Produktionskosten ihren Niederschlag in den unterschiedlich hohen Auszahlungspreisen finden. Das ist jedoch nicht immer und in jeden Einzelfall gewährleistet.

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