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04.14
14:37

Rege Nachfrage nach Schweinen bei nicht immer ausreichendem Angebot

Europaweit gibt es eine gute bis rege Nachfrage nach Schlachtschweinen, die oft größer ist als das verfügbare Aufkommen an schlachtreifen Tieren.

In Frankreich fällt das Angebot an Schlachtschweinen relativ schwach aus. Auch wenn in den nächsten Wochen die Schlachtaktivitäten aufgrund von Feiertage gedämpft werden, hat sich der klare anziehende Preistrend am Schweinemarkt fortgesetzt. Am Donnerstag,dem 10. April,  lag der Aufschlag bei 5 Cent je kg SG.  Auch im Fleischhandel konnten sich höhere Preise durchsetzen. Die genaue Margensituation ist aus Sicht der Schlachtereien aber aufgrund der sehr verschiedenen Kundenstrukturen und der uneinheitlichen Aussagen der Vermarkter in Frankreich schwer zu greifen. Ein erzeugerfreundlicher Markt wird auch aus Belgien gemeldet. Die jüngsten Preisanhebungen auf der Einstandsebene der Schlachttiere konnten im Fleischhandel in Form höherer Schinken- und Lachspreise umgesetzt werden. Die flotte Vermarktung zeigt sich auch in den gesunkenen Schlachtgewichten, die zuletzt mit 94,8 kg/Schwein 190 g unter dem Niveau des Vorjahres blieben. In Spanien ist die Nachfrage der Vieheinkäufer industrieller Schlachtereien stark. Im Verhältnis der Nachfrage zum Angebot sind Schweine eher fehlend als umgekehrt. Auch hier lautet der Preistrend moderat anziehend. In Italien verursachte vehementer Preisdruck der Schlachtereien zu einem untypischen Nachgeben der Schweinepreise. Die Tendenz der Fleischpreise und die der Margen der Schlachtereien und Zerleger zeigte in Italien hingegen nach oben.

Leicht angezogen auf 1,63 EUR/kg Schlachtgewicht ist die Notierung in Deutschland. Wäre die Witterung für Grillaktivitäten einladender und die Schlachtwochen in den nächsten 3 Wochen nicht durch Feiertage unterbrochen, wären kräftiger anziehende Schweinepreise wahrscheinlich gewesen. Teils sehen Schlachtereien in Deutschland allerdings diese Entwicklung anders und versuchen mittels Hauspreisankündigungen die Kurse zu drücken. Die Temperaturentwicklung (Grillwetter oder zu kalt) dürfte über das Schicksal der weiteren Preisentwicklung in Deutschland sehr entscheidend sein, da genügend Ware im LEH und bei den Verarbeitern vorproduziert wurde und der Absatzsog an der Ladentheke ins Stocken geraten könnte.  

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