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10.14
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Russische Importsperren: die Folgen für Russlands Rinder und Schweinemarkt

Russlands Importsperre: die Folgen zeichnen sich  deutlicher ab

Die US–Landwirtschaftsvertretung in Moskau hat Unterlagen zur jüngsten Entwicklung  den Fleischmärkten in Russland aufgearbeitet.

Russlands Rindfleisch-Importe waren ursprünglich für das Jahr 2014 auf rd.1 Mio. t  eingeschätzt worden. Nach der bisherigen Entwicklung ist jetzt davon auszugehen, dass nach der Importsperre ab Anfang August 2014 nur noch mit 0,8 Mio.  t zu rechnen ist. So niedrig waren die Einfuhren seit über 10 Jahren nicht mehr.

Die russische Eigenerzeugung von Rindfleisch soll von 1,37 auf 1,4 Mio. t steigen. Die stark gestiegenen Erzeugerpreise verleiten dazu, sämtliches schlachtfähiges Rindvieh der Nahrungskette zuzuführen. Dabei wird die Remontierung der Bestände vernachlässigt mit der Konsequenz, dass in den Folgejahren der notwendige Nachwuchs fehlt. Der in den letzten 20 Jahren erfolgte Aufbau von Fleischrinderherden durch die Einfuhr von Lebendtieren wird unterbunden, so dass die mühsam aufgebauten Bestände wieder rückläufig werden.

Russlands Schweinefleischimporte bewegten sich in den letzten Jahren 2012 und 2013 zwischen 0,9 bis 1 Mio. t. Nach den jetzigen Schätzungen sollen die Einfuhren im Jahre 2014 auf 650.000 und im Jahre  2015 auf 375.000 t zurückfallen. Es ist offensichtlich, dass der Ersatzimport aus Brasilien und anderen Ländern bei weitem nicht ausreicht, die gesperrten Einfuhren aus Nordamerika und der EU auszugleichen.

Die russische Schweinefleischerzeugung soll von 2,65 Mio. t im Jahre 2014 auf 2,82 Mio. im Jahre 2015 ansteigen. Die Steigerung der Fleischerzeugung geht jedoch auf Kosten des Lebendtierbestandes. Die Schweinebestände sollen von den erwarteten 20,5 Mio. Tieren auf unter 19 Mio.  fallen.

Die Folgen dieser Entwicklung sind absehbar. Zur aktuellen Versorgungssicherung wird der Herdenbestand auf Kosten der zukünftigen Steigerung dezimiert. Möglicherweise werden in  einem Jahr die Importsperren auch wieder aufgehoben, so dass der Fehlbedarf aus steigenden Einfuhren wieder gesichert werden kann. Aber wer will das garantieren!

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