03.
05.15
14:55

Russland will mittelfristig Selbstversorger im Fleischsektor werden

Russland will 10 Billionen €  Subventionen in die Fleischerzeugung investieren

Um die russischen Fleischeinfuhren nachhaltig zu ersetzen, hat die russische Regierung einen Plan aufgelegt, nachdem rd. 10 Bio € staatliche Unterstützung in den Aufbau einer leistungsstarken Fleischwirtschaft  investiert werden soll. 

Die Fleischerzeugung soll von aktuellen 8,5 Mio. t auf 10 Mio. t im Jahre 2020 steigen. Dadurch könne der russische Fleischimport um 68 % gesenkt werden. Statt 2,82 Mio. t Einfuhren  im Jahre 2014 würde in Zukunft nur noch 0,4 bis 0,5 Mio. Importe notwendig sein.

Schweinefleischeinfuhren sollen von derzeit 0,65 Mio. t bereits im Jahre 2017 auf unter 0,2 Mio. t fallen. In der gleichen Zeit will man die Geflügelfleischimporte von 0,55  Mio. t auf 0,15 Mio. t senken können. Der Selbstversorgungsgrad auf alle Fleischarten soll auf mind. 85 % gesteigert werden.  Schon jetzt erreicht man infolge der Importsperre eine Eigenversorgung über 80 %.

Ein Drittel des Geldes soll den tierhaltenden Betrieben zugute kommen. Man erwartet eine Steigerung der Schweinefleischerzeugung von rd. 1 Mio. t. Allerdings wird der Nettozuwachs nur die Hälfte betragen, weil davon ausgegangen wird, dass eine Reihe alter Stallanlagen abgerissen werden müssen. Auch der afrikanischen Schweinepest wird man Tribut zollen müssen.

Wie in der Vergangenheit auch schon wird der größere Teil des Produktions- und Verbrauchszuwachses beim Geflügelfleisch eintreten. Man rechnet mit einer Steigerung von derzeitigen 45 % auf über 50 % Anteil im Jahre 2020. Schweinefleisch soll unverändert einen Anteil von 20 % behalten und Rindfleisch von 20 % auf 15 % fallen.

In den Jahren nach 2020 soll die Produktion sich weiter stabil entwickeln. Anstelle Getreide und Futtermittel zu Billigpreisen auf dem Markt zu verkaufen, wolle man die Wertschöpfung im eigenen Lande behalten.  Am Ende steht das Ziel, dass Russland zum Nettofleischexporteur werden könnte.  Eine rückläufige Bevölkerungszahl und ein geringerer Pro-Kopf- Verbrauch könnten dazu beitragen.

Ziel- und Planvorstellungen sind nicht neu. Allerdings unter der Restriktion nicht mehr störender Importe bestehen größere Realisationschancen.

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Jetzt registrieren

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich