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08.13
17:11

Russlands Schweinefleischmarkt

Russlands Schweinefleischeinfuhren werden zukünftig geringer

Russlands Schweinefleischverbrauch wächst seit 15 Jahren. Wesentliche  Antriebsfeder sind die steigenden Einkommen, nicht zuletzt unterstützt durch die Verkäufe an Erdgas und Erdöl. Die Erzeugung von Schweinefleisch ist zwar auch kräftig angestiegen, hat aber mit der Nachfrage  trotz erheblicher staatlicher Subventionierung nicht Schritt halten können. Die durchschnittlichen Schweinepreise in Russland liegen zwischen 2,3 bis 3 €/kg, aktuell unter 2,5 €/kg. Das Preisniveau wird durch Zollsätze vor Billigimporten  geschützt.

Der fehlende Bedarf wird seit Jahren durch steigende, wenn auch wechselnde Importe ausgeglichen. Die Einfuhrmengen sind mit gestaffelten Zollsätzen gekoppelt kontingentiert. Mittlerweile importiert Russland rd. 1 Mio. t. Die EU liefert rd. ein Drittel, Brasilien ist mit 20 % dabei, Nordamerika mit knapp 20 %. Die Einfuhranteile unterliegen starken jährlichen Schwankungen.  Zurzeit sind die Einfuhren aus den USA wegen Ractopamine  gesperrt. Der deutsche Anteil von 13 % ist durch Einfuhrverbote der russischen Veterinäraufsicht erheblich reduziert worden.

Deutsche Exporte nach  Russland bestehen zu zwei Dritteln aus Speck, der Rest sind gefrorene Teilstücke. Edelteilstücke sind eher selten. Der durchschnittliche Exporterlös liegt zwischen 1,5 bis 1,8 €/kg.

Die zukünftigen  Schweinefleischeinfuhren Russlands sollen sich spätestens bis zum Jahre 2020 halbieren. Das Ziel der russischen Ernährungspolitik ist ein Selbstversorgungsgrad von mind. 100 %. Reichlich verfügbares Getreide soll nicht mehr  zu Billigsttarifen auf dem Weltmarkt verkauft und Schweinefleisch teuer aus Drittländern importiert werden.

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