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10.13
09:19

Schwache Ausfuhren der großen EU-Exporteure beeinträchtigen Schweinepreise

Rückläufige EU-Exporte verhindern einen Schweinepreisanstieg in der EU

Bei Selbstversorgungsgraden über 100 % entscheidet der Export wie ein Zünglein an der Waage den Marktpreis. Dazu  bedarf es keiner gewaltigen Mengen, sondern die letzten marktrelevanten Einheiten entscheiden über den Preis.

Nach den Unterlagen des europäischen Statistikamtes sind die EU-Ausfuhren der einzelnen Mitgliedstaaten an Schweinefleisch in den ersten 8 Monaten um -0,6 % gefallen. Erheblichen Anteil haben daran die 3 größten Länder Deutschland (-4%), Dänemark (-1 %) und Spanien (-15 %). Zusammen sind das 62.700 t bzw. 3 % des Gesamtexports.

Holland und Polen haben die Exporte in vergleichsweise kleinem Rahmen gesteigert, ohne jedoch einen Gesamtausgleich herstellen zu können.

Die mit einem Anteil von unter 1% beteiligen Lebendschweinausfuhren haben sich gegenüber dem Vorjahr halbiert. Auch die rückläufige Baconausfuhr ist vergleichsweise bedeutungslos. Entscheidend sind die Exporte an frisch/gefrorener Ware und die sog. Nebenprodukte, die im Durchschnitt um -1 % abgenommen haben.

Russland bleibt mit einem Anteil von 25 % zweitgrößter Nachfrager, hat aber um 3 % weniger eingeführt.  China und Hongkong importieren zusammen rund ein Drittel der EU-Ausfuhren, vorrangig Nebenprodukte. Hier ist eine Zunahme von knapp 20 % in den ersten 8 Monaten 2013 zu beobachten. Die Philippinen haben ihre EU-Einfuhren sogar um 37 % gesteigert, aber  das absolute Volumen beträgt gerade  3 % am Gesamtexport. Spürbare Einbrüche gab es bei der Ausfuhr in die Ukraine (-22 %), Südkorea (-35 %) und Belarus (-27 %). Zusammen sind das 82.000 t bzw. 4 %.

Für den Rest des Jahres ist kaum mit nennenswerten Verbesserungen zu rechnen. Dem steht vor allem der stark gestiegene Eurokurs entgegen.

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