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10.13
11:26

Schweine 2014: Die USA rechnen mit gut durchschnittlichen Gewinnen

Amerikanische Schweinehalter sind guten Mutes für das Jahr 2014 – Europäische auch?

Die Kalkulationen von Kosten und Preisen in der amerikanischen Schweinehaltung haben in den beiden Jahren 2012 und 2013 zu Verlusten von knapp 9,7 $ bzw 7,6 $ je Mastschwein geführt. Wesentlicher Grund waren die gestiegenen  Futterkosten, die nicht in entsprechender Höhe in den Schweinepreisen weitergegeben werden konnten.

Die mit Beginn des neuen Getreidewirtschaftsjahres 2013/14 erheblich gesunkenen Mais- und Sojapreise haben auf der Kostenseite zur Entlastung beigetragen, doch die Schweinepreise waren noch nicht hoch genug, um ein positives Ergebnis zu erzielen.

Für das Kalenderjahr 2014 erwartet man weitere Kostenentlastungen bei gleichzeitig höheren Preisen zumindest im 1. Halbjahr 2014. Die lässt sich mit entsprechenden Vorbehalten aus den Börsenkursen herleiten. Die jüngsten hohen Viehzählungsergebnisse schwächen zwar die Erwartungen ein wenig ab, aber der positive Grundtenor bleibt. Nach den Vorausberechnungen erwartet man jetzt für 2014 einen Gewinn von mehr als 18 $ je Schwein; gut geführte Schweinefarmen in den USA spekulieren auch auf 30 $ je Schwein.

Stellt sich die Frage nach den europäisch/deutschen Perspektiven der Wirtschaftlichkeit in der Schweinemast 2014.

Unterstellt man, dass sich die Futtermittelpreise in etwa auf gegenwärtigen Stand von rd. 23 € je dt und die Ferkelpreise um die 54 € + 8 € Zuschlag o. MWST bewegen, sind mögliche variable Kosten von 140 bis 150 € je Mastschwein zu veranschlagen. Weitere 20 € sind für Gebäude und Arbeitslohn anzusetzen.

Auf der Marktseite ist nach den Prognosen nicht von einer Steigerung der Schweinefleisch-erzeugung in der EU auszugehen. Die rückläufigen Sauenzahlen deuten möglicherweise eher auf einen Rückgang hin. Die Inlandsnachfrage kann als knapp behauptet eingeschätzt werden. Denkbar sind leichte preisbedingte Konsumrückgänge. Das Exportgeschäft läuft schon auf niedrigem Niveau, so dass viel mehr Potenzial nach unten nicht mehr besteht. Ein durchschnittliches Preisniveau zwischen 1,65 und 1,80 €/kg lässt sich durchaus rechtfertigen. Errechenbare Erlöse von 160 bis 170 € je Schwein führen unter Vollkostenrechnung zu  Durchschnittsgewinnen von Null, aber Deckungsbeiträgen von rd.  20 € je Schwein. Betriebe mit niedrigeren Kosten kommen in die Gewinnzone, wer unter ungünstigen Bedingungen wirtschaftet, wird mit Verlusten rechnen müssen.

Eine Prognose ist eine Prognose!

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