26.
04.15
17:30

Schweinepreise 2015 bleiben weltweit auf gedrückten Niveau

2015 ungünstige Schweinepreiseprognosen für die USA und die EU

Auf dem Schweinefleischmarkt des Jahres 2015 ist einiges anders als in früheren Jahren.

  • Da fehlt weltweit die russische Importnachfrage in einer Größenordnung von 750.000, Während noch 20012 fast 1 Mio. t Schweinefleisch nach Russland geliefert wurden sollen es 2015 nur noch 0,2 Mio. t sein. Es fehlen schlicht die finanziellen Mittel.
  • In den USA steht ein Schweineberg bevor: in den US-Kühlhäusern stapeln sich die Schweinefleischvorräte zum 1, März auf  +16 % gemessen am 5-jährigen Mittelwert.
  • Die laufende Schweinerzeugung in den USA soll nach jüngsten Schätzungen um +6 % zulegen, weil mehr Sauen gehalten werden, die Ferkelverluste kleiner ausfallen und die Schlachtgewichte weit über Durchschnitt beibehalten werden.
  • Der starke Dollarkurs beeinträchtigt den Schweinefleischexport. Die USA werden vom 1. Platz als Exporteur von der EU verdrängt.
  • China als weltgrößter Schweinefleischproduzent hat erst mal einen Zwischenstopp eingelegt. Die chinesische Sauenherde wurde 2014 um 12 % abgestockt. Jetzt fehlen die Schlachtschweine.
  • Chinas Schweinefleischimporte werden weniger stark wachsen als bisher angenommen.
  • In der EU bleibt man weiterhin auf der Suche nach Exportmöglichkeiten, um den Ausfall der Lieferungen wieder wett zumachen. Begünstigt wird die EU durch den schwachen Euro.
  • Zwischen den großen Exportländern entsteht ein starker Preiswettbewerb.

Das Ergebnis dieser Marktkonstellation sind ungewöhnlich niedrige Preise. Anfang des Jahres lagen die EU-Preise zwischen 1,30 bis 1,40 € je kg. In den USA ist das Preisniveau noch tiefer auf 1,20 bis 1,30 €/kg gerutscht.

Für die bevorstehende Grillsaison erwarten beide Regionen einen Preisauftrieb, der in den USA seine Grenzen bei rd. 1,55 €/kg haben und in der EU knapp unter Marke von 1,60 €/kg liegen bleiben soll.

Für den letzten Teil des Jahres 2015 werden wieder deutliche Preisabschläge prognostiziert. Auslaufende Grillsaison und anhaltend hohe Schlachtzahlen überfordern die Märkte in beiden Regionen. Den Europäern fehlt der günstige Absatz nach Russland und den Amerikaner die Wettbewerbsfähigkeit aufgrund ihres starken Dollarkurses um sich dem Preisdruck zu entziehen.

Das Schweinepreisniveau des Jahres 2015 bleibt weit hinter den Durchschnittswerten früherer Jahre zurück. Das färbt auf alle Produktionsgebiete in der Welt ab.

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