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01.15
08:53

Schweineseuchen AFP und PEDv weiterhin hoch virulent

Seuchenzüge in der Schweinehaltung auch im neuen Jahr 2015 mit akuter Gefahr

Die Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest (AFP) in den östlichen EU-Staaten des Baltikums und in Polen ist im Laufe des Jahres 2014 nicht kleiner, sondern größer geworden. Es vergeht nicht eine Woche, ohne das verendete Wildschweine mit hohem Infektionsgrad gefunden und gemeldet werden.

Es fällt auf, dass sich die AFP-Fälle auf der EU-Seite entlang der russischen Grenze häufen, während auf der russischen Grenzseite keine Fälle gemeldet werden. Das gilt in noch stärkerem Maße für Weißrussland (Belarus). In der Zwischenzeit werden im NO der Ukraine an der russischen Grenze vermehrt bestätigte Fälle von AFP gemeldet. Die Gründe kann man erahnen.

Zwischendurch sind auch Hausschweine in Hinterhofhaltungen dabei. Die bisher betroffenen Großhaltungen mit 20.000  Schweinen treten trotz umfangreicher Vorsorgemaßnahmen zwar seltener auf, zeigen aber, wie schwierig die Infektionsabwehr ist. Die betroffenen Gebiete werden abgeriegelt und die Ställe werden für mindestens ein halbes Jahr gesperrt.

Im internationalen Handel gilt ein Land erst wieder dann als seuchenfrei, wenn im Regelfall mind. 3 Jahre lang keine neuen Fälle aufgetreten sind. Für Exportländer, die auf Ausfuhren angewiesen sind, ist ein Seuchenfall eine wirtschaftliche Katastrophe. Eine leichte Vorahnung davon liefert die russische Importsperre, die aber mehr von politischen Zielen bestimmt wird.

Gerade in der kalten Jahreszeit ist die Übertragungsgefahr besonders hoch. Man kann nur eindringlich auf die strikte Einhaltung von vorsorgenden Hygienemaßnahmen hinweisen.

In den USA zeigt sich mit Einsetzen der kalten Jahreszeit eine Wiederanhäufung der tödlichen Durchfallerkrankung bei Saugferkeln (PEDv). Der Höhepunkt des Seuchenzuges im Jan bis März 2014 hat Verluste in Höhe von 15 % verursacht. In den USA hofft man darauf, dass die intensiveren Hygienemaßnahmen eine Wiederholung des Seuchenzuges in ähnlicher Größe verhindert. Die jüngsten Meldungen mit wöchentlich mehr als 100 neuen Fällen lassen Schlimmeres befürchten, nachdem das Niveau über den Sommer hinweg deutlich unter die 100-er Marke gedrückt worden war.    

Die PEDv-Seuche ist regional auch in Kanada und fast flächendeckend in  Mexiko verbreitet. In China, dem ursprünglichen Herkunftsland, tritt die Seuche in unregelmäßigen Schüben in Erscheinung.  

In Europa ist diese Form der Ferkelkrankheit noch nicht in Erscheinung getreten. Das PRRS hat zwar ähnliche Wirkungen, kann aber durch die Impfmaßnahmen unterdrückt werden.

Hoffentlich bleibt Europa von der PSDv-Seuche verschont. Es gibt zwar zwei Medikamente in den USA, aber nur mit 40 %iger Wirkung. Vorsorgende Hygiene ist die entscheidende  durchschlagende Handhabe.

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