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Schweinezählung in Dänemark: mehr Mastschweine

Vierteljährliche Schweinezählung: in DK +4,5 % mehr Schweine – Sauen unverändert.

Die zum 1. Okt 2014 festgestellten Schweinebestände in Dänemark sind um 4,6 % höher ermittelt worden als zum gleichen Zeitpunktes des Vorjahres. Besonders stark gestiegen sind die Mastschweinebestände zwischen 4,7 % und 6,7 %. Während die schweren Schweine Mitte November bereits geschlachtet sind, kommt jetzt die starke Besetzung der niedrigeren  Schlachtgewichtsklassen an den Markt. Es ist also in Dänemark mit einem steigenden Lebendangebot in den nächsten 2 Monaten zu rechnen. Mehr Mastschweine in DK kann einerseits auf die höhere Ferkelleistung je Sau und andererseits auf weniger Ferkelexporte zurückzuführen sein.

Gegenüber der Juli.-14-Zählung ist der Schweinebestand um 2,7 % gestiegen. Die Zunahmen wurden ausschließlich im Mastschweinbestand ermittelt.

Die Zahl der Sauen ist zum Vorjahr fast unverändert geblieben. Allerdings sind die säugenden Sauen mit + 0,5 % höher ausgefallen als im Vorjahreszeitraum. Dabei handelt es sich eine Differenz von etwa 1.000 Sauen.

Dagegen sind die erstmals trächtigen Jungsauen mit -1 % bzw.  - 2.000 Sauen deutlich niedriger gewesen. Das deutet darauf hin, dass der Gesamtbestand der Sauen zum Herbst nicht weiter aufgestockt wird.

Die Entwicklung rückläufiger Sauenbestände wird auch im Vergleich zur Juli-14 Zählung deutlich. Die Zahl der trächtigen Sauen ist um 13.000 Stück bzw. -1,6 % zurückgegangen. Erstmals trächtige Jungsauen wurden 6.000 Stück bzw. – 3 % weniger gezählt. Das geht ein wenig über den jahreszeittypischen Rückgang hinaus.

Aus der Bestandsstruktur lässt sich ableiten, dass vorerst noch ein drängendes Schlachtschweineangebot in Dänemark zu erwarten ist. Im 1. Halbjahr  2015 sollte aufgrund der rückläufigen Sauenzahlen das Ferkelaufkommen kleiner werden. Eine Leistungssteigerung der ferkelzahlen je Sau im üblichen Rahmen wird das fehlende Sauenpotenzial nicht voll  ersetzen können.

Im Regelfall werden in 1. Linie die Mastställe im eigenen Land bedient werden, so dass mit einem geringeren Ferkelexport aus Dänemark zu Beginn des kommenden Jahres zu rechnen ist. Entscheidend bleiben jedoch die Ferkelpreisrelationen zwischen den Über- und Zuschussgebieten in Verbindung mit den Transportkosten. Auch die Bestimmungsländer über unterschiedliche Preisanreize zur Ferkelverteilung im nordeuropäischen Festland aus.

Der internationale Ferkelhandel zeigt, dass sich die regionalen Bestandsentwicklungen eine europaweite  Wirkung entfalten. Vorhandene Ferkel werden egal wo gemästet. Das gewonnene Schweinefleisch wird je nach regionalem Bedarf in ganz Europa und darüberhinaus nach ökonomischen Gesichtspunkten verteilt. Für die Beurteilung der Marktentwicklung ist daher eine umfassend eBetrachtung notwendig, die weit über den eigenen Standort hinausreicht.

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