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04.16
14:19

Spaniens Schweinehaltung wächst weiter

Schweinemarkt:  Deutschland schrumpft  - Spanien wächst.

Seit dem Beitritt Spaniens zur EU Im Jahre 1986 hat sich die Schweinehaltung in diesem Land mehr als verdoppelt. Von damals knapp 14 Mio. Schweinen ist der spanische Bestand auf aktuelle 28,3 Mio. im Dez. 2015 gestiegen.  Im Vergleich dazu ist die deutsche Schweinehaltung von 24 Mio. auf 27 Mio. Tiere erhöht worden.

Damit hat sich Spanien noch vor Deutschland auf die 1. Stelle in der EU gesetzt. Auf Weltebene rangiert Spanien nach China und den USA an 3. Stelle. Hinsichtlich der Schweinefleischerzeugung bleiben die Spanier aber vorerst noch aufgrund geringerer Produktivität  hinter Deutschland zurück. Die durchschnittlichen Schlachtgewichte liegen bei 85 kg, also rd. 10 kg unter deutschen Werten.

Die jüngste Viehzählung zeigt jedoch, dass Spanien weiter auf dem Vormarsch ist. Während in Deutschland die Zahl der Sauen um 4 % abgestockt  wurde, hat Spanien seine Sauenzahlen um 4,6 % erhöht. Bei fortlaufender Produktivitätssteigerung ist absehbar, dass Spanien auch die Vorherrschaft beim Schweinefleisch gewinnen wird.

Die Mehrerzeugung an spanischem Schweinefleisch ist in den ersten 15 Jahren der EU-Mitgliedschaft dem steigenden Inlandsverbrauch  einschließlich der Sommerurlauber zugute gekommen. In jüngerer Zeit jedoch übersteigen die Produktionsmengen den Eigenbedarf um mehr als 55 %. Der Gesamtexport beläuft sich 2015 auf 1,25 Mio. t Produktgewicht in Form von frischen und gekühlten bzw. verarbeiteten Teilstücken  Der  Binnenmarktexport geht vor allem in Richtung Frankreich, Italien und Portugal.

Der spanische Drittlandexport kann sich sehen lassen. Im letzten Jahr gingen 222.000 t Schweinefleisch nach China mit einer Steigerungsrate von rd. 37 %. Nach Deutschland mit knapp 380.000 t ist Spanien der 4.-größte Lieferant für chinesische Importe.

Zunehmend setzt sich Spanien auf den nicht ganz einfachen japanischen Markt durch. Der Importanteil ist auf mittlerweile 9,3 % angestiegen. Damit wird Spanien zum 4.-größten Lieferanten  für Japan.

Die schwierige Marktlage nach dem Russlandimportverbot  für die EU ist auch an Spanien nicht vorbei gegangen.  Der Exportausfall drückt auf die Preise. In der Nicht-Urlaubsperiode liegen die spanischen Preise deutlich unter denen der übrigen EU-Mitgliedsstaaten.   In den Sommermonaten entlasten die Urlauber den Markt, so dass die Kurse sich stärker am EU-Durchschnitt orientieren.

 Deutschlands Preisnotierungen sind tonangebend.  Im Regelfall liegen die spanischen Preise rd. 5 ct unter den deutschen Notierungen. Die Umrechnung von Schlachtgewicht auf spanische Lebendgewichtsnotierungen ist nicht unproblematisch, weil eine Reihe von Einflussfaktoren nur begrenzt repräsentativ erfasst werden können.

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