25.
02.14
17:52

Stagnierender Schweinfleischexport mit schwachen Aussichten auf 2014

EU- Schweinefleischexporte nach China/Hongkong: hohe Tonnage - begrenzte Werthaltigkeit

Die Schweinefleischexporte der EU haben die 3 Mio. t Grenze (in Produkt-, nicht Schlachtgewicht) zum wiederholten Male überschritten. Allerdings sind in den letzten 3 Jahren keine Steigerungen mehr eingetreten.

Dennoch hat sich das Absatzspektrum deutlich verschoben. Der frühere Hauptabnehmer Russland hat seine EU-Einfuhren von 850.000 t deutlich verringert. Das aktuelle Importverbot wird dazu beitragen, dass im Jahr 2014 noch weniger in diese Region ausgeführt wird.

Dagegen entwickeln sich auf den ersten Blick die Exporte nach China/Hongkong überdurchschnittlich hoch. Mittlerweile überschreiten die chinesischen Einfuhren aus der EU die 1 Mio. t Marke  bzw. erreichen rd. ein Drittel der EU-Ausfuhren. Allerdings muss man darauf hinweisen, dass die Werthaltigkeit die Ausfuhrmengen mit einem durchschnittlichen Exporterlös um 1,30 € je kg nicht besonders hoch ausfallen. Daher sind diese Exporte nicht besonders preistragend.

Der dritte große Block der EU-Exporte wird in der Summe aller sonstigen Länder zusammengefaßt. Dabei spielen die einzelnen Importregionen zwar keine große Rolle, erreichen aber in ihrer Gesamtheit einen beachtlichen Marktanteil, der auch von der Wertschöpfung durchaus mithalten kann.

Hervorhebenswert ist auch der relativ konstante Japan-Import, weil er den höchsten Exporterlös mit über 3,60 €/kg  erzielt.  

Südkorea hat seine Schweinefleischeinfuhren nach der Überwindung der Maul- und Klauenseuche wieder auf ein Normalmaß zurückgefahren.

Ein Markt direkt vor der Haustür der EU ist die Ukraine. Allerdings gelingt nur begrenzet die Mitkonkurrenten aus Brasilien mit wesentlich größeren Transportentfernungen zu verdrängen. In der aktuellen politisch und wirtschaftlich instabilen Situation dürften keine großen Erwartungen an eine Vergrößerung der Ausfuhren in dieses Gebiet realistisch sein.

Bemerkenswert sind die Ausfuhren nach Angola. Ein afrikanischer Staat steht sonst selten auf der Liste der Exportgebiete.

Die Perspektiven für das Jahr 2014 fallen eher mäßig aus. Zum einen erwartet man eine eher stagnierende Produktion im Binnenmarkt, die wenig Spielraum für Exporte eröffnet. Zum anderen ist die russische Importsperre ein wesentlicher Hemmfaktor, der nicht so einfach durch Alternativen ausgeglichen werden kann.

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