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06.14
18:32

Stark veränderte Schweinehaltungsstrukturen in Deutschland

Schweinebestände werden immer größer - mehr als 1000 Schweine je Durchschnittsbetrieb

Die jüngste Mai-Viehzählung hat auch die Bestandsgrößenverteilung der Schweinebestände in Deutschland erfasst. Der Durchschnittsbestand errechnet sich auf rd. 1.036 Schweine in einem Betrieb.

15 Jahre zuvor wurden im Jahre 1999 durchschnittlich 185 Schweine je Betrieb gehalten.

Während im Jahre 1999 noch  zwei Drittel aller  Schweine in Beständen unter 1.000 Tieren betreut wurden, beträgt der Anteil in dieser Bestandsgrößenklasse heute nur noch gute 25 %.

Stark gewachsen sind die oberen Bestandsgrößen. In der Kategorie der 1.000 bis 2.000 –er Bestände  stehen heute 35 % der deutschen Schweine. In Beständen zwischen 2.000 bis unter 5.000 Tieren werden gut 20 % gehalten, etwa gleich viel wie in der größten Einheit von über 5.000 Tieren. In den  oberen Kategorien spielen die herkömmlichen Bestandsstrukturen der neuen Bundesländer  eine starke Rolle. Aber auch in den nordwestdeutschen Veredlungsregionen wachsen die Bestände zunehmend in diese Größenordnung hinein. Im süddeutschen Raum sind zwar steigende Bestandszahlen zu beobachten, aber reichen bei weitem nicht an die Größen im Norden und Osten heran.

In der Sauenhaltung ist die Entwicklung ähnlich verlaufen. Die Sauenzahlen lagen 1999 bei rd. 50 Tieren je Betrieb. Heute beträgt der Durchschnittsbestand 198 Sauen je Halter.

Der Anteil Sauen unter 100 Tieren betrug 1999 rd. 45 % und liegt heute bei 5 %. Im Vergleich dazu ist die Bestandsgrößenklasse über 500 Sauen von rd. 15 % im Jahre 1999 (Neue Bundesländer!) auf knapp 40 % gestiegen. Sauenbestände zwischen 250 und 500 Tieren erreichen einen Anteil von rd.  25 %.

Die Entwicklung spiegelt die günstigere Wirtschaftlichkeit bei zunehmenden Bestandsgrößen wider. Steigende Umwelt- und Tierhaltungsauflagen verstärken diesen Trend. So hat die jüngste EU-Haltungsverordnung für Sauen im Jahre 2013 dazu beigetragen, dass die unteren Bestandsgrößenklassen wegen Unwirtschaftlichkeit der notwendigen Umbaumaßnahmen mehr als doppelt so große Abnahmeraten aufweisen im Vergleich zu den oberen Bestandskategorien.

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