24.
10.14
13:52

US Fleischbestände kommen langsam aus der Talsohle 2014 heraus

US-Fleischvorräte auf dem niedrigsten Stand seit Jahren

Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) erfasst monatlich die Fleischbestände von Rind, Schwein, Hähnchen und Puten in den Kühlhäusern. Mit Stichtag vom 1. September 2014 wurden rd. 0,9 Mio. t  festgestellt. Während in den beiden Anfangsmonaten 2014 noch ein durchschnittlicher Bestand im Mehrjahresmittel ermittelt wurde, fielen die Bestände ab März-14 bis einschl. Juli -14 deutlich unter die Marke von 0,9 Mio. t.  In Durchschnitt früherer Jahre stieg zu dieser Zeit das Vorratsniveau regelmäßig an.

Ein Grund für das starke Absacken der üblichen Fleischbestände liegt einmal im knappen Rindfleischangebot, das schon seit Jahren aufgrund der geringen Fleischrinderbestände durch teure Importe aufgebessert werden muss.

Ein zweiter Grund liegt in der PEDv-Seuche, die in den ersten Frühjahrsmonaten  geschätzte 15 % der Ferkel das Leben kostete. 5 Monate später fehlte die entsprechende Zahl an Mastschweinen. Allerdings wurde durch Schlachtgewichtserhöhungen ein Teil des Rückganges abgefangen. Die Geflügelfleischbranche hat zwar ihre Produktion um 2 bis 3 % erhöht, aber das reichte nicht, um den Fehlbedarf beim sog „roten Fleisch“ wett zu machen. Der restliche Fehlbedarf wurde in der verbrauchsstarken Grillsaison durch den Abbau von Vorräten gedeckt.

Gegenüber dem Vorjahr 2013 wurde im Apri/Mai 2014 rd. -20 % weniger Fleischbestände ermittelt. Der jüngste Stand vom September 2014 liegt immer noch  um -9,6 %  niedriger als im Vorjahr. Die Folge dieser knappen Versorgungssituationen sind hohe Fleischpreise bei allen Fleischsorten sowohl auf Erzeuger- wie Verbraucherstufe. Bemerkenswert ist dabei, dass die Verbraucher sich wenig preissensibel gezeigt haben. Der Verbrauch ist nur begrenzt gefallen.

Üblicherweise gehen die Fleischbestände in den US-Kühlhäusern zum Jahresende deutlich zurück. Nachdem die PEDv-Seuche nur noch auf einem Drittel ihres Höchststandes gedrückt werden konnte, rechnet man in absehbarer Zeit wieder mit einer Normalisierung auf einen Mehrjahresdurchschnittl. Allerdings wird nicht von einem starken Aufbau ausgegangen, weil die Rindfleischerzeugung immer noch nicht das ursprüngliche Niveau erreicht und die Schweinefleischerzeugung mit einer prognostizierten Steigerung von 5 % für 2015 gerade an frühere Werte anknüpft.

Für das Jahr 2015 wird eine verbesserte Versorgungslage vorausgeschätzt. Jedoch mehr als Durchschnittswerte werden nicht vorausgesagt. Die Terminkurse an den Börsen deuten bereits auf entspannteres Preisniveau hin als es im laufenden Jahre 2014 geherrscht hat.

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