25.
02.16
14:34

US Kühlhausbericht mit Rekordfleischvorräten

US-Kühlhausbericht:  Fleischvorräte auf Rekordniveau

Die monatliche Erfassung der Fleischvorräte in den amerikanischen Kühlhäusern lieferte mit Datum vom 31. Jan. 2016 den bisher höchsten Bestand an Fleischreserven  seit Bestehen des Cold Storage Report.  Die Menge umfasst rd. 1 Mio. t Fleisch vom Rind, Schwein und Geflügel.  Gegenüber dem 5--Jahresdurchschnitt liegt der Betrag um fast 11 % höher.  Im Vergleich zum Monat Dez.2015 ist der Vorrat um 5 % gestiegen.

Die hohen Bestandszunahmen  sind einerseits eine Folge des gewachsenen Viehbestandes andererseits aber auch eine Folge des gebremsten Fleischexportes. Dabei spielt der starke Dollar eine wesentliche Rolle. Im Geflügelbereich macht  der Absatz aufgrund der Vogelgrippe Schwierigkeiten, weil eine Reihe von Importländern auf  US-Waren verzichtet.

 Der Gesamtfleischvorrat teilt sich fast  zur Hälfte auf in sog. rotes Fleisch vom Rind und Schwein und weißes Fleisch aus der gesamten Geflügelbranche.

Die größten Zunahmen der Bestände verzeichnet Schweinefleisch mit einer Steigerung von 17 % innerhalb eines Monatszeitraums. Das hohe Fleischaufkommen ist in der Winterzeit nur begrenzt im Inlandsmarkt zu platzieren. Aber auch der Export macht zurzeit zu schaffen, zumal die USA zunehmend aus dem chinesischen Absatzgebiet von der EU verdrängt wird.

Beruhigt hat sich dagegen die Entwicklung im Rindfleischsektor, dessen Bestände sich nur wenig erhöht haben.  Das anhaltende Versorgungsdefizit der USA ist noch nicht überwunden.  Aber die überdurchschnittlich hohen US-Rindfleischpreise schrecken Verbraucher ab, in steigendem Maß zu konsumieren.

Mit 0,33 Mio. t stellt  Hähnchenfleisch die größte Einzelmenge an Vorräten. Der Bestand ist zwar zum Vormonat um 4 % gesunken, liegt aber immer noch um 13 % über dem 5-Jahresmittel.

Dagegen wird Truthahnfleisch zum Problem. Innerhalb eines Monats sind die Bestände um 44 % gestiegen. Die Nachweihnachtszeit stellt für diese Fleischart ein saisonales Absatzproblem dar. Daher ist die Verdoppelung der Einlagerung ganzer Tierkörper nachvollziehbar.

Üblicherweise beginnt in den ersten Monaten des Jahres ein Aufbau der Fleischbestände, um den Bedarf in der nachfolgenden Grillsaison abdecken zu können. In diesem Jahr beginnt man jedoch auf einem sehr hohen Niveau, wobei die Frage gestellt wird, ob diese Mengen auch im Sommer ohne Preiseinbußen abgesetzt werden können.

Aus der Sicht der EU muss man den Entwicklungen in den USA hohe Aufmerksamkeit schenken, denn sie sind im Schweinefleischsektor die größten Konkurrenten.  An der Chicagoer Börse werden Schweinepreise zur Lieferung im Mai-16 um die 1,53 €/kg weitgehend unverändert gehandelt.  Für die Monate Juni und Juli 2016 werden 1,59 €/kg notiert. Danach geht es systematisch bergab. Für den Dez.16-Termin lautet der Kurs nur noch 1,25 €/kg.  Ob das typische Sommerpreishoch auch in diesem Jahr realisiert werden kann, muss sich erst noch herausstellen.

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