26.
11.13
15:51

US-Schweinehaltung: die Großen werden immer größer

Die 25 größten US-Pork-Powerhouses ab 25.000 Sauen aufwärts

Für europäische Verhältnisse unvorstellbar sind die Schweinehaltungsstrukturen in Nordamerika. In den USA befinden sich 55 % aller Sauen in Unternehmen bzw. Unternehmenszusammenschlüssen ab einer Größenordnung von mehr als 25.000 Sauen. Im Regelfall sind Aufzucht- und Mastbetriebe angeschlossen.  7 der 25 größten US-Schweinhaltungsunternehmen bzw. Konzerne oder betreiben zusätzlich einen Schlachthof bzw. eine Weiterverarbeitung des Fleisches.

Der Aufsehen erregende Verkauf des größten US-Schweineunternehmens Smithfield Foods mit weltweit 1 Mio. Sauen an die Chinesen hat an den Verhältnissen nur wenig geändert. China sichert sich auf diese Weise den Zugang zu einem leistungsstarken Exportmarkt. Ob China selbst dauerhaft in der Lage sein wird, den steigenden Inlandsbedarf mit Hilfe von Unternehmen vor Ort zu decken, wird angesichts der bereits hohen Soja- und wachsenden Getreideeinfuhren bezweifelt, von der Wirtschaftlichkeit und den Umweltstandards ganz zu schweigen.

Das zweitgrößte Unternehmen TriumphFoods kommt nicht ganz an 400.000 Sauen heran.

Ein weiteres Drittel zwischen 100.000 bis etwas über 200.00 Sauen wird von 8 Unternehmen bestritten, die zusammen 1,27 Mio. Sauen auf sich vereinigen.

In der Gruppe der 50.000 bis 100.000 Sauen betreiben 6 weitere Unternehmen rd. 350.000 Sauenplätze.

9 weitere Unternehmen in der sog. „kleinen“ Gruppe von 25.000 bis unter 50.000 Sauen werden  rd. 300.000 Sauen gehalten.

Fast alle Unternehmen haben ihre Sauenzahlen im Jahre 2013 aufgestockt. In der Summe sind in diesen 25 größten Schweineunternehmen 132.000 Sauen dazugekommen bzw. eine Steigerung von 4,3 % erreicht worden. Die Zunahmen entstehen häufig durch den Kauf oder sonstige Einvernahme schon bestehender „kleinerer“ Haltungseinheiten. Alte Stalleinheiten werden im Zuge der Modernisierung erweitert. Bei Smithfield werden die tragenden Sauen in Gruppenhaltungen neu aufgestallt. Davon verspricht man sich einen Wettbewerbs- und Imagevorteil beim Verkauf von Schweinefleisch. Teilweise wird auch auf Wachstumsförderer aus dem gleichen Grunde verzichtet.

Sorgen macht man sich mit der neuen Virusseuche  PEDv, einer Art Durchfallerkrankung bei Babyferkeln mit 100 % tödlichen Ausgang. Ein Medikament gibt es noch nicht. Über das Ausmaß dieser in den USA bisher unbekannten Krankheit besteht noch Unklarheit. Man geht jedoch davon aus, dass im Übergang zum neuen Jahr bzw. Frühjahr 2014 mit Schlachtausfällen zu rechnen ist.

In der Zwischenzeit werden alle Anstrengungen unternommen, das Virus aus den Abferkelställen fern zu halten. Angesichts der großen Einheiten sind die Schäden erheblich. Eine Tierseuchenkasse gibt es nicht. Es gilt private Vorsorge zu leisten. Eine entsprechende räumliche Trennung und Diversifizierung ist dabei hilfreich.

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Jetzt registrieren

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich