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12.15
17:32

US-Schweinemarkt der Zukunft

Langzeitstudie US-Schweinefleischmarkt:   Mengen steigen, Preise fallen

Das amerikanische Landwirtschaftsministerium  (USDA) veröffentlicht zum Ende eines jeden Jahres Langzeitstudien für einzelne Agrarmärkte.  Die Projektionen reichen bis zum Jahre 2025.

Der US-Schweinefleischmarkt hat in den zurückliegenden Jahren Höhen und Tiefen durchlebt. Der wesentliche Grund war die PEDv-Epidemie, eine tödliche Durchfallerkrankung bei Saugferkel. In der Winterperiode 2013/14 verendeten rd. 15 % der Ferkel.

Das fehlende Tiermaterial machte sich im Jahre 2014 durch ein geringeres Schweinefleischaufkommen bemerkbar. Bei anhaltenden Inlandsverbrauch und knapp stabilen Exporten stiegen die US-Schweinepreise über die Marke von 2 $ je kg SG.

Diese Preisentwicklung war Anstoß die Schweinefleischerzeugung im folgenden Jahr um 7,5 % auszudehnen. Schlagartig fielen die Kurse im Durchschnitt des Jahres 2015 auf 1,5 $ je kg und landeten gegen Ende des Jahres bei rd. 1,20 $ je kg. Zusätzlich entwickelte der starke Dollarkurs Druck auf die Preise aus, weil der Export deutlich an Wettbewerbskraft verloren hat.

Für das Jahr 2016 wird mit einer Erzeugungszunahme von 1,7 % kalkuliert. Der Inlandsverbrauch soll nur noch mäßig wachsen. Daher sollen die Jahresdurchschnittspreise weiter in Richtung 1,40 $ je kg sinken.

Für die folgenden Jahre wird eine zunehmende Erzeugung zwischen 1,7 % und 1,0 % erwartet. Dem steht ein Wachstum der Inlandsnachfrage von 0,8 % bis 0 % gegenüber. Daraus folgt weiterer  Preisdruck, weil die steigenden Angebotsmengen auf dem Exportwege untergebracht werden müssen.  Der internationale Markt  ist für US-Fleisch nicht ganz einfach, weil eingesetzte Wachstumsförderer nicht in jedem Importland akzeptiert werden.  

Das mehrjährige Preisniveau kalkuliert das USDA in den Folgejahren mit einer Größenordnung zwischen 1,20 bis 1,30 $ je kg.  Sollten diese Preise tatsächlich so eintreten, werden auch die europäischen Kurse in Mitleidenschaft gezogen. Die USA und die EU sind etwa gleich starke Exporteure  auf dem Weltmarkt mit einem Handelsanteil von jeweils einem Drittel.

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