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07.13
07:59

Wer oder was ist ein Flexitarier?

Neue Kategorien des Ernährungsverhaltens?

Was ein Dinosaurier ist, weiß fast jedes Kind. Was ein Vegetarier ist, dürfte eher im Erwachsenenalter beantwortet werden können. Was aber ein Flexitarier ist, dazu muss man wohl Agrar- und Ernährungswissenschaften studiert haben.

Auf der Suche nach dem Ernährungsverhalten im Zusammenhang mit dem Fleischkonsum haben Agrarwissenschaftler eine repräsentative Umfrage gestartet, die Auskunft darüber geben soll, wie groß die Gesellschaftsgruppen und ihr möglicher Marktanteil in Sachen Fleisch- bzw. Nichtfleischkonsum ist. Dabei hat man 4 Gruppen herauskristallisiert.

Vegetarier und Veganer mit Null-Fleischkonsum sollen etwa in der Größenordnung von  3,5 % eingeschätzt werden können. Das ist eine Verdopplung innerhalb der letzten 7 Jahre. Die innerhalb dieser Gruppe vorhandenen unterschiedlichen Ernährungsverhaltensweisen wurden nicht weiter unter die Lupe genommen.

Die Gruppe der „unbekümmerten“ Fleischesser wurden in einer Größenordnung um 75 % ermittelt. Darunter befanden sich 2 %, die sich dazu bekannten in Zukunft noch mehr Fleisch zu essen. Etwa 13 % gaben an, mehr Fleisch zu konsumieren, wenn es billiger wäre.

In einer dritte Gruppe wurde solche Befragten herausgefiltert, die erklärt haben, dass sie bereit seien, zwar weniger Fleisch zu essen, aber auf Fleischkonsum nicht verzichten zu wollen. Ihre Größenordnung liegt unter 10 %. Diese Gruppierung wurde als „reduktionswillige Fleischesser“ bezeichnet.

Eine vierte Gruppe wurde auf die Bezeichnung „Flexitarier“ getauft mit einem ermittelten Anteil von gut 11 %. Dabei handelt sich um gelegentliche Fleischesser, die ihre Verhaltensweise nach bestimmten Lebensabschnitten, je nach Saison und je nach aktueller Gelegenheit flexibel ausrichten.

Die Tendenz zum geringeren Fleischkonsum hält an. Etwa 60 % der Befragten gaben , weniger Fleisch essen zu wollen. Allerdings sind solche Begragungsergebnisse stark zu relativieren, denn zwischen Absichtserklärungen und tatsächlichen Verzhersverhalten bestehen reisige Differenzen.

Dennoch ist von einem weiter anhaltenden rückläufigen Fleischverzehr auszugehen.  Dazu trägt die kleiner werdende Bevölkerungszahl bei, der größer werdende Anteil älterer Menschen mit geringerem Ernährungsbedarf, eine zunehmend ernährungsbewusstere Verhaltensweise sowie zum geringsten Teil mehr Überzeugungstäter.

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