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13:01

Wieder PEDv in den USA

Droht den US-Schweinehaltern  eine erneute PEDv-Epidemie ?

Mit Beginn der kalten Jahreszeit beginnt in den USA wieder die Gefahr einer Ausbreitung der tödlichen Durchfallerkrankung bei Ferkeln (PEDv). Im Winter 2013/14 hat diese Seuche rd. 15 % der Ferkel vernichtet. In den wöchentlichen Berichten wurden in der Spitze bis zu 300 neue Fälle erfaßt.

Mit Beginn der wärmeren Jahreszeit ging die Zahl der wöchentlich befallenen Betriebe auf die Größenordnung zwischen 50 und 100 Fällen zurück.

In der  Winterperiode 2014/15  stiegen die Seuchenfälle zwar wieder an, erreichten aber mit Zahlen zwischen 100 und 150 Betrieben je Woche nicht das Ausmaß des Vorjahres. Die umfangreichen Vorbeugungsmaßnahmen zur Immunisierung und Prophylaxe haben ihre Wirkung getan.  Allerdings ist noch kein zuverlässiges Impfmittel gefunden worden.

Mit Beginn der jetzigen Winterperiode sind nach dem Sommertief wieder ansteigende Zahlen bisher noch auf niedrigem Niveau etwas oberhalb von 50 wöchentlichen Fällen zu beobachten gewesen. Die reinen Verdachtsfälle ohne spätere Bestätigung sind fast auf null gesunken.

In der ersten Dezember-Woche jedoch kletterten die nachgewiesenen Fälle wieder schlagartig auf über 100 Betriebe. Aufgrund der Erfahrungen ausfrüheren Jahren muss wieder mit einer größeren Ausbreitung in der kalten Jahreszeit gerechnet werden. Das Virus wird nicht nur über Kontakte beim Transport, sondern auch auf dem Luftwege übertragen. Desinfektionsmaßnahmen sind in der kalten Jahreszeit weniger wirksam. Die immunisierten Altsauenbestände werden durch die Jungsauenergänzung wieder unterlaufen, es sei denn die remontierten Tiere hätten ebenfalls eine Immunisierung erfahren.

Mittlerweile wird eine Resistenzzucht gegen die PEDv unternommen. Allerdings wird es noch Jahre dauern, bis daraus eine ausreichend große Population für den praktischen Einsatz zustande gekommen ist.

Eine epidemisch sich ausbreitende Durchfallerkrankung führt zwar zu Einbrüchen der wachsenden Schweinebestände. Eine Dezimierung der Ferkelzahlen mit Wirkung auf steigende Preise  müsste schon über das Maß der Winterperiode 2013/14 hinausreichen, denn die US-Schweinebestände sind seit dieser Zeit um mehr als 8 % gestiegen. Die aktuell niedrigen Preise und eine niedrige Produktivität in der Ferkelaufzucht  könnten aber für eine Reihe von Betrieben zum wirtschaftlichen Verhängnis werden.

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