Schweinepreise in Deutschland unverändert von Do, 08.05. bis Mi, 14.05. (19./20.KW)
Die ISN-Internetbörse am Mo, 05. Mai 2014 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,69 €/kg (+ 0,02 €/kg) bei einer Spannbreite von 1,66 bis 1,71 €/kg geführt. Sämtliche 2.850 angebotenen Schweine wurden verkauft.
Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:
Die Hoffnungen auf weiter steigenden Absatz mit zugehörigen Preisen nach den Feiertagswochen wurden infolge der ungünstigen Witterungsentwicklung nicht erfüllt. Auch die niedrigen Schlachtzahlen haben die Kurse nicht beflügeln können.
Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten:
Dänemark: Dänische Schweinepreise blieben auch in der 19. KW unverändert. Die Schlachtzahlen bleiben weiter um - 4 % hinter den Vorjahreswerten zurück. Für die kommende 20. KW (08. bis 14. Mai) bleibt der Basispreis unverändert, aber schwere Schweine erhalten kleine Abschläge.
In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Montagsmarkt (05. Mai 14) – 1,5 ct/kg bei leicht geringeren Auftrieb gezahlt. Beim Donnerstagmarkt (08. Mai 14) wurden - 2,9 ct/kg weniger bezahlt. Die gemeldeten Schlachtzahlen in ganz Frankreich sind wieder größer ausgefallen.
Die niederländischen Schlachtunternehmen haben in der 19. KW überwiegend unverändert gezahlt. Die Schlachtzahlen sind wieder angestiegen. Die Preise für die 20. KW sollen unverändert bleiben
Belgien: Die Schweinepreise in der 19. KW wurden um + 1 ct/kg gesteigert. Die Schlachtzahlen sind nach den feiertagsbedingten Rückgängen wieder angestiegen. Die Notierungen der Schlachtunternehmen für die 20. KW bleiben unverändert
Deutschland: Die Schlachtzahlen für Deutschland sind in den letzten beiden Wochenunterhalb der 1 Mio. Stück-Marke (siehe Tabelle oben) geblieben.
Für die kommende Periode von Donnerstag 08. bis Mittwoch 14. Mai. (19./20. KW) wurde der Vereinigungspreis mit 1,60 € je kg bzw. Indexpunkt in einer Spanne von 1,60 bis 1,65 €/kg unverändert beibehalten.
Die angekündigten Liefermengen in der kommenden Woche bewegen sich im oberen Durchschnittsbereich (siehe Tabelle oben).
Der in Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 18./19. KW blieb unverändert. Die Notierung für die kommende 19./20. KW (08. bis 14.05. 2014) bleibt ebenfalls unverändert.
Die Schweinepreise in Spanien (08. Mai 2014) bleiben unverändert (ct/kg)
In (Ober-)Italien wurden Schweinepreise in der 19. KW am Montag (05.05.) in Milano um 0 ct/kg, in Modena um – 3,5 ct/kg, am Dienstag (06.05.) in Reggio Emilia von +2 bis - 4 ct/kg notiert, am Mittwoch (07.05.) in Cremona um + 2 bis - 3 ct/kg gehandelt. Preisrückgänge konzentrieren sich auf schwere Schweine. Die gemeldeten Schlachtzahlen sind nach den kräftigen Steigerungen der Vorwochen um den Monatswechsel (April/Mai) wieder deutlich zurückgegangen.
Das Grillwetter lässt auf sich warten. Erinnerungen an das Vorjahr werden geweckt. Die reduzierten Schlachtmengen reichen für den Absatz aus. Im Verarbeitungssektor bleibt die Nachfrage gemessen am Angebot zu schwach. Es fehlen weiterhin ausreichende Exportmöglichkeiten in Drittländer. Kleine Lichtblicke sind die steigenden Verkaufszahlen in viele kleine Importländer. Möglicherweise bieten die Exportausfälle in den USA in den nächsten Monaten größere Absatzchancen. Die Hoffnungen auf russische Importe sind noch nicht aufgegeben: Dänemark macht mobil!
Die hohen US-Terminnotierungen bei den Lean Hogs bleiben bis in die Sommermonate 2014 auf hohem Seitwärtsniveau von umgerechnet über 2 €/kg SG. Überraschenderweise sind die US-Exportzahlen noch gestiegen. Die Begründung wird in den Bevorratungsaktionen der Importländer gesehen. Die PEDv-bedingten Schlachtausfälle werden ab jetzt weiter steigen und ihren Höhepunkt im Juli/August 2014 erreichen.
Chinesische Schweinepreise bleiben zwischen 1,65 bis 1,70 €/kg niedrig - gemessen an einem Durchschnittsniveau von rd. 2,40 €/kg. Die chinesischen Interventionskäufe haben bislang wenig Wirkung gezeigt. Infolge der hohen Wirtschaftlichkeitsverluste werden Sauen in starkem Maß geschlachtet. Das erhöht vorübergehend das Fleischangebot. Die Importnachfrage hat spürbar nachgelassen. Eine deutliche Entlastung wird erst im 4. Quartal 2014 mit saisonaler Verbrauchszunahme und Angebotsverringerung erwartet.
Russische Schweinepreise sind seit der Importsperre für Schweinefleisch aus der EU um 40 % gestiegen. Es fehlen beachtliche Mengen an Rohstoff für die Wurstherstellung. Mit Datum vom 5. Mai 2014 liegen die Erzeugerpreise bei 3,22 €/kg.
Brasilianische Schweinepreise bleiben bei regionalen Unterschieden auf durchschnittlichen 1,50 €/kg.
Schweine-Aktualisieren,
UpDate vom Mo 12.05. 2014:
Ergebnis der ISN-Schweinbörse: Durchschnitt 1,69 €/kg (unverändert), allerdings 520 Schweine bzw 15 % Überstand
ZMP Live Expertenmeinung
Kurzfristig sind die Absatzchancen im Inland durch die ungünstige Witterungsentwicklung gehemmt. Kleine Lichtblicke im Drittlandsgeschäft mit kleinen Importstaaten lassen die Erwartung reifen, dass weitere Absatzsteigerungen möglich sind, wenn die US-Lieferungen PEDv-bedingt in den Sommermonaten weiter zurückgehen. Auch die Hoffnung auf wieder zugelassene russische Importe ist noch nicht aufgegeben. Weltweit wird das Angebot an Schweinefleisch 2014 etwas schwächer ausfallen als ursprünglich geschätzt wurde.