09.
04.15
Aussichten auf Grillwetter lässt Schweinepreise steigen

Schweine Cockpit, 09.04.2015

Bullish
  • freundlichere Nachfrage
  • Aussichten auf Grillwetter
  • nicht mehr so drängendes Lebendangebot
  • Exporte und PLH mit leichter Unterstützung
Bearish
  • weiterhin unzureichender Drittlandexport

Schlachtschweinemarkt Deutschland

2015    

15./16. KW

Do bis Mi

14./15.KW

Do bis Mi

13./14. KW

Do bis Mi

12./13. KW

Do bis Mi

11./12. KW

Do bis Mi

10./11. KW

Do bis Mi

9./10. KW

Do bis Mi

8./9. KW

Do bis Mi

7./8. KW

Do bis Mi

 V.-Preis (€   /kg)

1,45

1,40

1,40

1,40

1,40

1,43

1,47

1,47

1,40

Voranmeldungen (Stück)

226.500

223.500

235.200

233.900

237.500

238.000

225.800

218. 000

218.600

ISN-Internetauktion (Di    -  Fr)

Fr,10.04 

Di,07.04.

Kar-freitag

Di,31.03

Fr,27.03.

Di,24.03.

Fr,12.03.

Di,17.03

Fr,12.03.

Di,10.03

Fr,05.03.

Di 03.03

Fr,27.02

Di,24.02

Fr,20.02

Di,17.02

Fr13.02

Di 10.02

Durchschnittspreis (€/kg)

 1,53

1,48

-

1,46

1,44

1,45

1,45

1,44

1,44

1,45

1,45

1,50

1,50

1,52

1,51

1,50

1,43

Überstand in %

 8,6 %

0

-

0

0

48 %

12 %

35 %

0%

0

45 %

0

22 %

53 %

33%

0

0

2014

15. KW

14. KW

13. KW

12. KW

11. KW

10. KW

9. KW

8. KW

7. KW

Schlachtzahlen (Stück)

?

1.075.246

1.032.126

1.045.298

1.016.867

999.539

983.323

970.666

988.580

Steigende Schweinepreise für 15./16. KW - 2015

Die ISN-Internetbörse am Di, 07. Apr 2015 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,48 €/kg (+2 ct/kg zur Vorversteigerung) bei einer Spannbreite von 1,45 bis 1,50 €/kg geführt. Von den 2.760 angebotenen Schweinen wurden alle verkauft.

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

Die Schlachtzahlen in Deutschland sind feiertagsbedingt niedriger ausgefallen. Die Entwicklungen in den übrigen Regionen der EU sind unterschiedlich: das Lebendangebot in Italien ist auf 42.000 Stück gestiegen. Frankreichs Gesamtangebot der Vorwoche liegt im unteren Durchschnitt. In Italien, Spanien und Frankreich fällt das Lebendangebot weniger drängend aus als im Nordeuropa. Die Voranmeldungen deuten auf fallende Schlachtzahlen hin. Die PLH-Angebote sind mit Stand von 7. April-15 auf knapp 48.000 t gestiegen. Die größten Anbieter sind Spanien, Dänemark, Polen und Niederlande. Deutschland hat nur 6.600 t beantragt.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten:

Dänemark: Dänische Schweinepreise wurden in der 15. KW  unverändert beibehalten. Die Schlachtzahlen sind feiertagsbedingt gefallen 301.900 (Vorwoche 367.300). Für die kommende 15. KW (13. bis 19 .April) wird der Basispreis um 2,7 ct/kg angehoben.

In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Dienstagsmarkt (07.04.) -0,1  ct/kg  bei  rückläufigen Angebotsmengen gezahlt. Beim Donnerstagmarkt (09. 04.) wurden   +1,9  ct/kg  mehr bezahlt. Die gemeldeten Schlachtzahlen für ganz Frankreich liegen mit 364.818 (Vorwoche 369.336) im unteren Mittelfeld.

Die niederländischen Schlachtunternehmen haben in der 15. KW  unverändert ausgezahlt. Die hohen Schlachtzahlen sind zuletzt gefallen. Für die 16. KW sollen 3 bis 5  ct /kg mehr gezahlt werden.

Belgien: Die Schweinepreise in der 15. KW  wurden bei rückläufigen Angebotsmengen unverändert beibehalten. Die Notierungen der Schlachtunternehmen für die 16. KW 3 ct/kg steigen.

Deutschland: Die gemeldeten Schlachtzahlen der zurückliegenden Woche sind feiertagsbedingt gefallen (Vorwoche 1.075.246 Vorvorwoche 1.032.126). Für die kommende Periode von Donnerstag 09. Apr. bis Mittwoch 15. April (15./16. KW) wurde der Vereinigungspreis auf 1,45  € je kg bzw. Indexpunkt um +5 ct/kg heraufgesetzt. Die Spanne reicht von 1,45 bis 1,50 €/kg. Die angekündigten Liefermengen der kommenden Woche fallen mit 226.500 (Vorwoche 223.500 VorVorwoche 235.200) Stück unterdurchschnittlich aus. Die kommenden Schlachtzahlen dürften die 1 Mio. Stück-Marke nicht überschreiten.

Der in  Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 14./15. KW wurde unverändert beibehalten. Die Notierung für den Basispreis für die 15./16. KW wurde nochmals unverändert gelassen.

Die Schweinepreise in Spanien wurden am Do, 02. April unverändert beibehalten. Am 09. April sind die Kiurse um 0,6 ct/kg angehoben worden.

In (Ober-)Italien wurden Schweinepreise in der 15. KW  am Di, 07.04. in  Modena -1,5 ct/kg, am Di in Reggio Emilia um -0,8 ct/kg  und in Cremona -0,5  ct/kg verändert.  Die gemeldeten Schlachtzahlen liegen mit 42.321 (Vorwoche 40.187 Vorvorwoche 39.189) Stück wieder im Mittelfeld der letzten Monate.

Ausblick: Trotz fehlender Schlachttage um Ostern  konnten das Lebendangebot sowie die Fleischmengen gut untergebracht werden. Exportgeschäfte infolge schwachen Eurokurses und der beginnende Vorratsaufbau für die Grillsaison entwickeln stabilisierende  Preiswirkungen. Die PLH spielt mit 48.000 t für 3 Lagermonate überwiegend in Spanien, Dänemark und Polen eine Rolle. In Deutschland wurden 6.750 t beantragt.

Entscheidend für den Preisanstieg in der Nachosterwoche sind die Aussichten auf Grillwetter.

Die US-Notierungen bei den Lean Hogs zeigen leichte Seitwärtsbewegungen auf dem Niveau von 1,20 €/kg. Zu diesem Ergebnis trägt der schwache Eurokurs von knapp 1,08 $ je €  bei. Die Markbeurteilung 2015 bleibt kritisch. Der Vorratsbericht „Cold Storage Febr 2015“ liegt + 8 % über 5-Jahresmittel.  Neue wöchentliche PEDv-Fälle liegen erhebliche niedriger als im  Vorjahr. Steigende Sauenzahlen plus erhöhtes Schlachtgewicht lassen ein starkes Schweineangebot in den USA erwarten. Eine steigende Nachfrage in der Grillsaison soll die Sommerpreise auf 1,55 ansteigen lassen. Der starke Dollarkurs hat die Exporte in Richtung China erheblich gedrückt.  

Die chinesischen Schweinepreise notieren mit  2,50 € je kg im durchschnittlichen Bereich. Nach jüngsten Feststellungen sollen die Sauenbestände um 10 % reduziert worden sein. Für das Jahr 2015 prognostiziert das USDA-Büro in Peking verstärkte chinesische Schweinefleischimporte auf 1,56 Mio. t  bzw. +20 % einschl. Hongkong.

Die russischen Schweinepreise bleiben mit umgerechneten 2,77 €/kg auf hohem Niveau. Eine Umrechnung der schwachen Kaufkraft des Rubel verzerrt die tatsächlichen Wertverhältnisse. Staatliche Preiskontrollen sollen weitere Zunahmen in Grenzen halten.  

Brasilianische Schweine sind auf durchschnittliche 1,26 €/kg in der Südwestregion gefallen.

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ZMP Live Expertenmeinung

Leicht nachlassendes Lebendangebot, freundliche Nachfragestimmung durch Grillwetter, Unterstützung durch eurobegünstigten Exportabsatz und möglicherweise auch die PLH-Aktion sind die Faktoren für den Preisanstieg in der Nachosterwoche. Sollten die Schlachtzahlen weiterhin geringer ausfallen und die Nachfrage mindestens auf gleichem Niveau bleiben, könnte sich eine neues Preisniveau um die 1,50 €/kg etablieren. Damit konnten die Prognosen der Arbeitsgruppe der EU-Kommission tatsächlich realisiert werden. Allerdings sollte man den Tag nicht vor dem Abend loben.

ZMP Markttrends
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USDA mit neuer Schätzung zum Weltschweinefleischmarkt Das US-Agrarministerium (USDA) hat Mitte April 2025 eine korrigierte Schätzung zum globalen Schweinefleischmarkt 2025 herausgegeben. Die Gesamterzeugung soll geringfügig auf 116,7 Mio. t anwachsen. Der weltweite Verbrauch wird in gleicher Höhe zunehmen. Der globale Handel fällt mit 10,17 Mio. t…

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