18.
09.14
Steigende Schlachtzahlen - stark fallende Schweinepreise

Schweine Cockpit, 18.09.2014

Bullish
  • Fehlanzeige
Bearish
  • steigende Schlachtzahlen
  • schwache Inlandnachfrage
  • unzureichender Drittlandsexport

Schlachtschweinemarkt Deutschland

2014

38./39. KW

Do bis Mi

37./38 KW

Do bis Mi

36./37. KW

Do bis Mi

35./36 KW

Do bis Mi

34./35. KW

Do bis Mi

33./34 KW

Do bis Mi

32./33.KW

Do bis Mi

31.32. KW

Do bis Mi

30/31. KW

Do bis Mi

29.30. KW

Do bis Mi

 V.-Preis (€   /kg)

1,50

1,60

1,65

1,65

1,63

1,63

1,63

1,63

1,63

1,60

Voranmeldungen (Stück)

256.804

246.400

233.400

227.700

226.470

226.100

222.200

224.600

205.747

238.150

2014

38. KW

37. KW

36. KW

35. KW

34. KW

33. KW

32. KW

31. KW

30. KW

Schlachtzahlen (Stück)

1.024.015

1.011.393

989.429

985.140

977.942

962.130

901.292

912.474

945.413

ISN-Internetauktion

Fr, 19.09

Di,16.09

Di,09.09

Di 02.09

Di, 26.08.

Di, 19.08.

Di 12.08.

Di, 05.08

Mo, 28.07.

Mo,   21.  07.

Durchschnittspreis (€/kg)

1,53 

1,54

1,66

1,68

1,67

1,66

1,66

1,67

1,71

1,65

Überstand in %

33 % 

85,8 % (!)

3,2 %

10,3%

9,3 %

7,4 %

48,2 %

31,4 %

0

3,06 %

Stark gefallene  Schweinepreise für 38./39. KW   (Do, 18. bis Mi,25.Sep.)

Die ISN-Internetbörse am Di, 16. Sep. 2014 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,54 €/kg (- 12 ct/kg) bei einer Spannbreite von 1,50 bis 1,55 €/kg geführt. Von den 3.255 angebotenen Schweinen wurden 85,8 % (!) nicht  verkauft. Das Ergebnis ist ein starkes Signal für die V-Notierung gewesen.

Die zweite Internetversteigerung  am Fr, 19. Sept. 2014 liefert einen Durchschnittspreis von 1,53 €/ kg (-1ct/kg) bei einer Spannbreite von 1,525 bis 1,535. Von 1.605 angebotenen Schweinen wurden 33 % nicht verkauft.

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

Die Schlachtzahlen in ganz Europa nehmen signifikant zu. Das steigende Fleischangebot überfordert die Absatzmöglichkeiten. Auslaufende Grillsaison, Ende der Ferien-/Urlaubszeit und das russische Einfuhrverbot haben per Saldo zu keinem ausreichend steigenden Absatzgeschäft beigetragen.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten

Dänemark: Dänische Schweinepreise wurden in der 38. KW  unverändert gelassen. Die Schlachtzahlen sind zwar wieder gestiegen, bleiben weiter mit  - 2,8 % hinter den Vorjahreswerten zurück. Für die kommende 39. KW (22. bis 27.Sept.) wird der Basispreis um rd. – 3 ct/kg gesenkt.

In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Montagsmarkt (15.09.) – 1 ct/kg  trotz kleiner Angebotsmengen gezahlt. Beim Donnerstagmarkt 18. Sept. 14) wurden  - 4,7   ct/kg  bei steigendem Angebot bezahlt. Die gemeldeten Schlachtzahlen in ganz Frankreich liegen im obersten Segment.

Die niederländischen Schlachtunternehmen haben in der 38. KW  von -4 bis - 6 ct/kg  gezahlt. Die Schlachtzahlen liegen über dem  Durchschnitt der letzten Wochen. Die Preise für die 39. KW sollen   -10 bis -12 ct/kg   bezahlt werden

Belgien: Die Schweinepreise in der 38. KW  wurden bei gestiegenen Angebotsmengen um  - 5 ct/kg  zurückgesetzt. Die Schlachtzahlen liege  wieder über Durchschnittsniveau. Die Notierungen der Schlachtunternehmen für die 38. KW   liegen bei  - 8 ct/kg.

Deutschland: Die gemeldeten Schlachtzahlen der Vorwoche fielen  mit rd. 1.024.015 (Vorwoche 1.011.393 Vorvorwoche 989.429 Stück) zum wiederholten Male  stärker aus. Für die kommende Periode von Donnerstag 18. bis Mittwoch 25.Sep.  (38./39. KW) wurde der Vereinigungspreis auf 1,50  € je kg bzw. Indexpunkt um - 10 ct/kg gedrückt.  Die Spanne reicht von 1,50 bis 1,55 €/kg. Die angekündigten Liefermengen der kommenden Woche bewegen sich  mit 256.804 (Vorwoche 246.400) Stück auf höchstem Niveau seit Monaten  

Der in  Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 37./38. KW wurde um- 5 ct/kg gesenkt.  Die Notierung für die kommende 38./39. KW wurde in Anlehnung an die deutsche Vorgabe um -10 ct/kg gesenkt

Die Schweinepreise in Spanien (18.Sept. 2014) sind um   - 5,8   ct/kg zurückgesetzt worden

In (Ober-)Italien wurden Schweinepreise in der 38. KW  am Montag (15.09..), in Modena um – 2 bis  - 4  ct/kg gesenkt. Am Dienstag (16.09.) wurde in Reggio Emilia – 1,6 bis - 2 ct/kg notiert. Die gemeldeten Schlachtzahlen liegen wieder deutlich über 40.000, sind für den Verkauf zu groß. Insbesondere die schweren Klassen oberhalb von 120 kg haben noch Absatzprobleme.

Die Vorankündigungen steigender Lebendangebote überfordern bei stetig gestiegenen Schlachtzahlen zurzeit die Absatzmöglichkeit im In- und Ausland. 

Die US-Terminnotierungen bei den Lean Hogs haben sich nach einem rapiden Preisrückgang im August jetzt Anfang September wieder knapp an die 1,75 €/kg Marke heranbewegt. Die in den nächsten Monaten fallenden Schweinepreise werden durch fallende Futterkosten so gut wie abgedeckt. Dennoch bleibt angesichts der PEDv das Investitionsverhalten sehr zurückhaltend.

Die Wirtschaftlichkeit der chinesischen Schweinefleischerzeugung verbessert sich  infolge steigender Schweinepreise und fallender Futterkosten. Chinas Sauenbestände seit dem Frühjahr sind um rd. 9 % gefallen. Die chinesischen Preise notieren zwischen 2,40 bis 2,50 € je kg.

Die steigende Importnachfrage Südkoreas und der Philippinen sind eine Chance für EU-Ausfuhren. Im 1. Halbjahr lagen die EU-Ausfuhren bei einer Zunahme von 85 bis 78 % bzw. jeweils + 40.000 t.

Russische Schweinepreise stehen wieder auf dem Niveau von 3,30 €/kg SG. Bemühungen den Importausfall an Fleisch zu decken, sind nur sehr begrenzt von Erfolg gekrönt. Die russische Fleischindustrie sitzt in der Zwickmühle zwischen gestiegenen Einstandspreisen und politisch gewollt niedrigen Verbraucherpreisen. Ein Aufbau der russischen Schweinefleischerzeugung kann jedoch nur im Gleichschritt auf allen Vermarktungsstufen funktionieren.

Brasilianische Schweinepreise haben aufgrund der Russland-Nachfrage 1,80 €/kg überschritten. Bei fallenden Futterkosten erwarten die Brasilianer ein dickes Geschäft im Schweinebereich, zumindest so lange wie die russische Importsperre für die EU und Nordamerika gilt.

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ZMP Live Expertenmeinung

Die zum 3. Quartal üblicherweise steigenden Schlachtzahlen überfordern den Inlandsverbrauch. Für diese Angebotsmengen ist ein voll funktionstüchtiger Drittlandsabsatz nötig. Die russische Importsperre macht sich jetzt um so deutlicher bemerkbar.

Die überdurchschnittlich hohen Voranmeldungen an Schweinen der an der V-Notierung beteiligten Erzeugergemeinschaften lassen auch für die kommende Woche keine nennenswerte Besserung erahnen.

ZMP Markttrends
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04.25
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Auswirkungen der US-Zollpolitik auf den weltweiten Schweinefleischhandel Im Vergleich zu anderen Agrarprodukten mit größerer Haltbarkeitsdauer ist der globale Handel mit Schweinefleisch gemessen an der Produktion mit weniger als 9 % vergleichsweise gering. Es gilt jedoch einen Unterschied zwischen den sensiblen frischen bzw. gekühlten Teilstücken…

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15.
04.25
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USDA mit neuer Schätzung zum Weltschweinefleischmarkt Das US-Agrarministerium (USDA) hat Mitte April 2025 eine korrigierte Schätzung zum globalen Schweinefleischmarkt 2025 herausgegeben. Die Gesamterzeugung soll geringfügig auf 116,7 Mio. t anwachsen. Der weltweite Verbrauch wird in gleicher Höhe zunehmen. Der globale Handel fällt mit 10,17 Mio. t…

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23.
12.24
11:24

Viehzählung Nov 2024: Schweinebestände stabilisieren sich. – auf stark verringerten Niveau Die vorläufigen Ergebnisse der jüngsten Viehzählung vom Nov. 2024 lieferten wenig veränderte Bestandszahlen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Schweinezahlen insgesamt bei 21,18 Mio. Tiere (Vorjahr 21,22 Mio.). Der Tiefstand war im Mai.-2023 mit 20…

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