01.
02.23
Vpreis auf 2,08 €/kg gestiegen

Schweine News, 01.02.2023

Bullish
  • Lebendangebot bleibt für die Nachfrage zu klein
  • Nachfrage zum Monatsersten steigt
  • Kühlhausvorräte sind knapp
  • EU-weite Preissteigerungen mit wenigen Ausnahmen
Bearish
  • Schlachtkapazitäten werden hierzulande abgebaut

Deutschland:  V-Preis  2,08 €/kg (Spanne 2,05 – 2,10 €/kg) -                                               

Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 741.463  Schweinen (Vorwoche 728.278) etwas höher ausgefallen; die Schlachtgewichte haben sich mit 97,0 kg etwas verringert

Die Voranmeldungen sind mit  236.800  Schweinen (Vorwoche 245.600) zu klein für die anziehende Nachfrage.  

Preisnotierung für Teilstücke wurde eingestellt.

Auf der ISN-Auktion am Di, 31.Jan. 2023 wurde ein Durchschnittspreis von 2,16 €/kg (+9 ct/kg) in einer Spanne von 2,15 bis 2,175 €/kg für 600 Schweine erzielt. Kein Überstand!

Der V-Preis ist für die Zeit vom 02.02.2023 bis 08.02.2023 mit 2,08 €/kg gestiegen; die Spanne reicht von 2,05 bis 2,10 €/kg.

ASP:  Mit Stand vom 27. Jan. 2023 sind 4.946 ASP infizierte Wildschweine in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg amtlich bestätigt worden.

Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:

In Dänemark sind die Preise in der 05. KW 2023 bei vergleichbar gerechneten 1,68 €/kg um weitere 2 ct/kg gesenkt worden.

In Belgien sind die Preise in der 05. KW 2023 mit 1,89 €/kg wiederholt unverändert geblieben.

In den Niederlanden sind die Preise in der 05. KW 2023 auf vergleichbar gerechnete 1,80 €/kg gestiegen.

In Frankreich/Bretagne sind die Preise mit 2,03 €/kg um die maximal zulässige Größe gestiegen. Die Schlachtzahlen liegen bei niedrigen 365.663 Schweinen. Das Lebendangebot ist in den letzten 4 Wochen um 5 % zurückgegangen.

In Italien sind die Notierungen in der 05. KW 2023 unverändert geblieben. Der Fleischabsatz bleibt weiterhin zu schwach.

In Spanien sind die Preise in der 05. KW 2023 bei vergleichbaren 2,25 €/kg nochmal um 4 ct/kg gestiegen. Das inländische Lebendangebot ist nur knapp bedarfsdeckend. Importe sind notwendig.

In den USA/IOWA haben sich die Preise weiter auf umgerechnete 1,44 €/kg stabilisiert. Die Schlachtzahlen liegen immer noch über dem Durchschnitt. Für den Frontmonat Febr.-2023 notieren die Terminkurse an der Börse bei 1,57 €/kg; erst für die Sommermonate werden Kurse über 2 €/kg gehandelt.

Brasilien: Die Erzeugerpreise haben sich im Durchschnitt bei wieder stärkeren REAL auf 1,56 €/kg erhöht. Impulse erwartet man zu Karneval Mitte des Monats Febr.

China: Die Preise sind in der 2. Jan.-Woche auf umgerechnet 2,98 €/kg weiter gefallen. Der Wechselkurs hat sich etwas stabilisiert. Die Neujahrsfestwoche ist vorbei; im Regelfall geht das Absatzgeschäft saisonal deutlich nach unten. An der Dalian Börse werden Mrz.-2023-Kurse von umgerechnet 2,64 €/kg gehandelt.

Fazit: Die übliche Absatzschwäche zu Jahresbeginn im Fleischgeschäft scheint überwunden. Das anhaltend knappe Lebendangebot in Verbindung mit dem Monatsersten erzeugt erste Impulse zur Preisaufbesserung. In den kommenden Wochen und Monaten werden weiterhin festere Preise erwartet; der Spielraum nach oben bleibt jedoch begrenzt. In den einzelnen EU-Ländern driften die Preise je nach regionaler Angebots- und Absatzlage deutlich auseinander.

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ZMP Live Expertenmeinung

Das anhaltend knappe Lebendangebot zeigt endlich  Preiswirkung. Bei sich belebender Nachfrage zum Monatsersten sind die angebotenen Schlachtschweine zu wenig für den Bedarf. Die Kühlhausvorräte reichen nicht für einen evtl. Ausgleich. Auch in den meisten EU-Ländern zeigt sich ein ähnliches Bild. 

Preisaufbesserungen sind auch in der nächsten Zeit nicht auszuschließen.

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