01.
10.25
Nachfragebelebung bleibt weiter aus

Schweine News, 01.10.2025

Bullish
  • Stetiger Abfluss von Schlachtsauen trotz Druck im Fleischsektor
  • Hoffnung auf Nachfrageimpulse durch das verlängerte Wochenende
  • Rückgang bei Futtermittelpreisen entlastet die Produktionskosten
Bearish
  • Chinesische Strafzölle belasten den Drittlandsexport und sorgen für Unsicherheit
  • Fleischmarkt bleibt impulslos, Inlandnachfrage schwach
  • Euro nach wie vor stark

Deutschland: V-Preis 1,85 €/kg (Spanne 1,85 - 1,85 €/kg)

Die wöchentlichen Schlachtzahlen wurden noch nicht veröffentlicht (Vorwoche: 741.378). Die Schlachtgewichte lagen in der Vorwoche bei 98,2 kg.   

Die Voranmeldungen für die laufende Woche betragen 283.300 (Vorwoche:  278.600)

Die ISN-Auktion am Di, 30.09.2025 lieferte kein Ergebnis.

Der V-Preis ist für die Zeit vom 02.10.2025 bis 08.10.2025auf 1,85 €/kg in einer Spanne von 1,85 – 1,85 €/kg festgesetzt worden.

Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:

In Dänemark sind in der 40. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise unverändert bei 1,73 €/kg geblieben.

In Belgien gibt es in der 40. KW 2025 keine Veränderung. Der Preis liegt somit erneut bei 1,58 €/kg.

In den Niederlanden fallen die Notierungen in der 40. KW 2025 um 5 ct und liegen bei 1,68 €/kg.

In Frankreich/Bretagne sind die vergleichbaren Preise in der 40. KW um 2 ct auf 1,80 €/kg gesunken.

In Italien sind die Notierungen in der 40. KW 2025 um 1 ct auf 2,68 €/kg gestiegen.

In Spanien ist der vergleichbare Preis in der 40. KW 2025 um 4 ct gefallen und liegt mit 2,00 €/kg nun niedriger.

USA: bei einem Dollarkurs von 1,17 $ = 1,00 € liegen die Erzeugerpreise derzeit bei etwa 1,92 €/kg und sind damit im Vergleich zur Vorwoche um etwa 9 ct gefallen. In der vergangenen Woche ist die Schlachtaktivität in den USA leicht gestiegen, was auf eine stabile Versorgungslage hindeutet. Gleichzeitig gerieten die Schweinepreise unter Druck: Der Basispreis in Iowa sank spürbar gegenüber der Vorwoche. Besonders deutlich zeigte sich der Rückgang bei den Teilstücken Bauch und Schinken, die beide zum Monatsende nachgaben.

Brasilien: Die aktuellen Erzeugerpreise liegen bei umgerechnet 1,81 €/kg und haben in der letzten Woche erneut nachgegeben. Der brasilianische Schweinemarkt zeigte sich in der letzten Septemberwoche 2025 insgesamt stabil, auch wenn die Lebendschweinepreise saisonbedingt leicht nachgaben. Neue chinesische Zölle auf EU-Schweinefleisch eröffnen brasilianischen Exporteuren zusätzliche Chancen. Insgesamt profitieren Produzenten von vergleichsweise hohen Preisen, solider Nachfrage und günstigen Futterkosten. Die Marktstimmung ist entsprechend optimistisch.

China: die Preise in China liegen aktuell bei umgerechnet 2,03 €/kg am Spotmarkt und haben sich somit auf dem Vorwochenniveau stabilisiert. Grund für das trotzdem niedrige Niveau ist ein massives Überangebot bei gleichzeitig schwacher Inlandsnachfrage, bedingt durch eine abkühlende Konjunktur. Die Regierung reagiert mit Stützungskäufen für staatliche Fleischreserven und drängt große Produzenten, ihre Zuchtbestände zu reduzieren. Gleichzeitig hat Peking vorläufige Antidumpingzölle von bis zu 62 % auf EU-Schweinefleisch verhängt, was internationale Handelsströme neu ordnet.

asp

Fazit
Das Lebendangebot an Schlachtschweinen bleibt saisonal umfangreich, während die Nachfrage im Fleischmarkt weiterhin verhalten ausfällt. Feiertagsbedingt fehlen in der laufenden Woche Schlachttage, was die Vermarktung zusätzlich erschwert. Am Ferkelmarkt trifft ein reichliches Angebot auf ruhige Nachfrage, die Spotmärkte bleiben unter Druck. Die Notierungen stabilisieren sich nach vorherigen Rückgängen. Im europäischen Umfeld ist die Lage uneinheitlich, wenn auch mehrheitlich bärisch. Der Export bleibt durch chinesische Strafzölle belastet.

ZMP Live+ Logo

ZMP Live Expertenmeinung

Der Schweinemarkt zeigt sich weiterhin fragil. Während sich das Preisniveau behauptet, fehlt es an fundamentaler Nachfragebelebung. Die europäische Marktlage bleibt angespannt, insbesondere in exportabhängigen Regionen. Der Wegfall von Schlachttagen und schleppende Spotvermarktung wirken belastend. Langfristig könnte eine stärkere Nachfrage außerhalb Europas leichte Entspannung bringen. Die Unsicherheiten rund um politische Maßnahmen und Handelshemmnisse wirken jedoch dämpfend auf Investitions- und Vermarktungsentscheidungen der Erzeuger.

ZMP Markttrends
Aktuelles von den Märkten kompakt für Sie zusammengefasst

Achtung, du siehst derzeit historische Daten da du entweder kein ZMP Live+ Mitglied oder nicht eingeloggt bist. Hol dir jetzt den Informationsvorsprung!

24.
04.25
14:23

Auswirkungen der US-Zollpolitik auf den weltweiten Schweinefleischhandel Im Vergleich zu anderen Agrarprodukten mit größerer Haltbarkeitsdauer ist der globale Handel mit Schweinefleisch gemessen an der Produktion mit weniger als 9 % vergleichsweise gering. Es gilt jedoch einen Unterschied zwischen den sensiblen frischen bzw. gekühlten Teilstücken…

weiterlesen
15.
04.25
08:52

USDA mit neuer Schätzung zum Weltschweinefleischmarkt Das US-Agrarministerium (USDA) hat Mitte April 2025 eine korrigierte Schätzung zum globalen Schweinefleischmarkt 2025 herausgegeben. Die Gesamterzeugung soll geringfügig auf 116,7 Mio. t anwachsen. Der weltweite Verbrauch wird in gleicher Höhe zunehmen. Der globale Handel fällt mit 10,17 Mio. t…

weiterlesen
23.
12.24
11:24

Viehzählung Nov 2024: Schweinebestände stabilisieren sich. – auf stark verringerten Niveau Die vorläufigen Ergebnisse der jüngsten Viehzählung vom Nov. 2024 lieferten wenig veränderte Bestandszahlen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Schweinezahlen insgesamt bei 21,18 Mio. Tiere (Vorjahr 21,22 Mio.). Der Tiefstand war im Mai.-2023 mit 20…

weiterlesen
Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?