Deutschland: V-Preis 1,85 €/kg (Spanne 1,85 - 1,85 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen wurden noch nicht veröffentlicht (Vorwoche: 741.378). Die Schlachtgewichte lagen in der Vorwoche bei 98,2 kg.
Die Voranmeldungen für die laufende Woche betragen 283.300 (Vorwoche: 278.600)
Die ISN-Auktion am Di, 30.09.2025 lieferte kein Ergebnis.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 02.10.2025 bis 08.10.2025auf 1,85 €/kg in einer Spanne von 1,85 – 1,85 €/kg festgesetzt worden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 40. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise unverändert bei 1,73 €/kg geblieben.
In Belgien gibt es in der 40. KW 2025 keine Veränderung. Der Preis liegt somit erneut bei 1,58 €/kg.
In den Niederlanden fallen die Notierungen in der 40. KW 2025 um 5 ct und liegen bei 1,68 €/kg.
In Frankreich/Bretagne sind die vergleichbaren Preise in der 40. KW um 2 ct auf 1,80 €/kg gesunken.
In Italien sind die Notierungen in der 40. KW 2025 um 1 ct auf 2,68 €/kg gestiegen.
In Spanien ist der vergleichbare Preis in der 40. KW 2025 um 4 ct gefallen und liegt mit 2,00 €/kg nun niedriger.
USA: bei einem Dollarkurs von 1,17 $ = 1,00 € liegen die Erzeugerpreise derzeit bei etwa 1,92 €/kg und sind damit im Vergleich zur Vorwoche um etwa 9 ct gefallen. In der vergangenen Woche ist die Schlachtaktivität in den USA leicht gestiegen, was auf eine stabile Versorgungslage hindeutet. Gleichzeitig gerieten die Schweinepreise unter Druck: Der Basispreis in Iowa sank spürbar gegenüber der Vorwoche. Besonders deutlich zeigte sich der Rückgang bei den Teilstücken Bauch und Schinken, die beide zum Monatsende nachgaben.
Brasilien: Die aktuellen Erzeugerpreise liegen bei umgerechnet 1,81 €/kg und haben in der letzten Woche erneut nachgegeben. Der brasilianische Schweinemarkt zeigte sich in der letzten Septemberwoche 2025 insgesamt stabil, auch wenn die Lebendschweinepreise saisonbedingt leicht nachgaben. Neue chinesische Zölle auf EU-Schweinefleisch eröffnen brasilianischen Exporteuren zusätzliche Chancen. Insgesamt profitieren Produzenten von vergleichsweise hohen Preisen, solider Nachfrage und günstigen Futterkosten. Die Marktstimmung ist entsprechend optimistisch.
China: die Preise in China liegen aktuell bei umgerechnet 2,03 €/kg am Spotmarkt und haben sich somit auf dem Vorwochenniveau stabilisiert. Grund für das trotzdem niedrige Niveau ist ein massives Überangebot bei gleichzeitig schwacher Inlandsnachfrage, bedingt durch eine abkühlende Konjunktur. Die Regierung reagiert mit Stützungskäufen für staatliche Fleischreserven und drängt große Produzenten, ihre Zuchtbestände zu reduzieren. Gleichzeitig hat Peking vorläufige Antidumpingzölle von bis zu 62 % auf EU-Schweinefleisch verhängt, was internationale Handelsströme neu ordnet.
Fazit
Das Lebendangebot an Schlachtschweinen bleibt saisonal umfangreich, während die Nachfrage im Fleischmarkt weiterhin verhalten ausfällt. Feiertagsbedingt fehlen in der laufenden Woche Schlachttage, was die Vermarktung zusätzlich erschwert. Am Ferkelmarkt trifft ein reichliches Angebot auf ruhige Nachfrage, die Spotmärkte bleiben unter Druck. Die Notierungen stabilisieren sich nach vorherigen Rückgängen. Im europäischen Umfeld ist die Lage uneinheitlich, wenn auch mehrheitlich bärisch. Der Export bleibt durch chinesische Strafzölle belastet.
ZMP Live Expertenmeinung
Der Schweinemarkt zeigt sich weiterhin fragil. Während sich das Preisniveau behauptet, fehlt es an fundamentaler Nachfragebelebung. Die europäische Marktlage bleibt angespannt, insbesondere in exportabhängigen Regionen. Der Wegfall von Schlachttagen und schleppende Spotvermarktung wirken belastend. Langfristig könnte eine stärkere Nachfrage außerhalb Europas leichte Entspannung bringen. Die Unsicherheiten rund um politische Maßnahmen und Handelshemmnisse wirken jedoch dämpfend auf Investitions- und Vermarktungsentscheidungen der Erzeuger.