Deutschland:V-Preis 2,00 €/kg (Spanne 2,00 – 2,05 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 763.346 Schweinen (Vorwoche 737.378) deutlich größer geworden, die Schlachtgewichte mit 97,68 kg sind ebenfalls gestiegen.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 264.500 (Vorwoche 261.300)
Die ISN-Auktion am Di, 01.10.2024 hat 2,05 €/kg gebracht in einer Spanne von 2,04–2,055 €/kg.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 03.10.2024 bis 10.10.2024 auf 2,00 €/kg in einer Spanne von 2,00 - 2,05 €/kg festgesetzt worden.
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind zwischenzeitlich 220 ASP (+18) infizierte Wildschweine gefunden worden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark werden in der 40. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,63 €/kg um +5 ct/kg erhöht.
In Belgien bleiben in der 40. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,93 €/kg weiterhin unverändert.
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 40. KW 2024 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,92 €/kg unverändert beibehalten .
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,96 €/kg nochmal um weitere -4 ct/kg gesenkt. Die Schlachtzahlen sind wieder auf 354.499 etwas gestiegen, die Schlachtgewichte mit 96,6 kg ebenfalls. Der Fleischabsatz bleibt unverändert schwierig.
In Italien sind die Notierungen in der 40. KW 2024 nochmal um weitere +4 ct/kg gestiegen. Damit sind seit 11 Wochen die italienischen Schweinepreise um insgesamt 44 ct/kg höher geworden. Trotz eines SVG von 70 % wird die Schweinehaltung lt. jüngster Viehzählung weiter eingeschränkt. Die ASP sorgt eine starke Zurückhaltung in den betroffenen Erzeugungsgebieten.
In Spanien wird in der 40. KW 2024 mit 2,20 €/kg der Preis um nochmalige -3 ct/kg gesenkt. Das Lebendangebot muß in der auslaufenden Urlaubsphase zunehmend im Export abgesetzt werden. Die hohen Preise sind jedoch begrenzt wettbewerbsfähig.
In den USA/IOWA wurden die Erzeugerpreise um +3 ct/kg auf 1,55 €/kg heraufgesetzt. Die Schlachtzahlen bleiben auf hohem Niveau. Die Kühlhausvorräte sind unverändert . Die Preise für Teilstücke tendieren stärker zu den Verarbeitungspartien. Die Terminkurse für den Dez.-24 liegen bei durchschnittlich 1,55 €/kg.
Brasilien: Die Erzeugerpreise haben sich infolge der stärkeren Wechselkurses auf 1,90 €/kg weiter befestigt. Das Lebendangebot deckt gerade die Inlandsnachfrage und den Bedarf für den Export.
China: Die Kurse sind mit 3,30 €/kg weiter zurückgegangen. Das Angebot aus dem In- und Ausland bleibt begrenzt, aber die schwache Einkommenslage und das hohe Preisniveau verursachen eine Kaufzurückhaltung. Der Monat Nov-2024 wird an der Dalian-Börse mit Kursen um 2,91 €/kg gehandelt. Für die Frühjahrsmonate 2025 werden jedoch nur noch Kurse um 2,47 €/kg notiert.
Fazit: In den einzelnen EU-Mitgliedstaaten differenziert sich mittlerweile die Markt- und Preis-entwicklung. In Spanien, Niederlande, Italien sind nach jüngster Viehzählung die Schweinebestände jeweils um -3,7 % gefallen, in Polen um -3,2 % und in Frankreich um -2,8 %. Dagegen sind Steigerungen in Dänemark (+2,3 %) und Deutschland (+1,1 %) festgestellt worden. Entsprechend kommt unterschiedliche Bewegung in die Preisentwicklung.
ZMP Live Expertenmeinung
In den einzelnen EU-Mitgliedstaaten kommt je nach Ausgangslage Bewegung in die Markt- und Preisentwicklung. In Spanien, Niederlande, Frankreich, Belgien, Polen und Italien gehen die Schweinebestände lt. jüngster Zählung weiter zurück, während in Deutschland und Dänemark wieder leichte Aufwärtsentwicklung festzustellen sind. Für durchgreifende Preisänderungen ist es aber noch zu früh.