Deutschland:V-Preis 1,95 €/kg (Spanne 1,90 – 1,95 €/kg) - +23 ct/kg in 3 Wochen!!!
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit vorläufig rd. 714.617 Schweinen (Vorwoche 732.402) kleiner ausgefallen, die Schlachtgewichte sind auf 98,5 kg zurückgegangen.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 251.100 (Vorwoche (257.600 )
Die ISN-Auktion am Di, 01.04.2025 hat ein Ergebnis von 1,99 €/kg in einer Spanne von 1,98 – 2,015 €/kg geliefert.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 03.04.2025 bis 09.04.2025 auf 1,95 €/kg in einer Spanne von 1,90 – 1,95 €/kg festgesetzt worden.
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind bisher zusammen 1.559 ASP (+49 zur Vorwoche) infizierte Wildschweine gefunden worden. Vorerst bleibt es bei 2 grenznahen Fällen in Baden-Württemberg.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark werden in der 14. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,60 €/kg um +10 ct/kg deutlich heraufgesetzt.
In Belgien werden in der 14. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,85 €/kg um weitere +6 ct/kg angehoben.
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 14. KW 2025 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,93 €/kg um +9 ct/kg erhöht.
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,90 €/kg um +3 ct/kg angehoben. Die Schlachtzahlen bewegen sich nur wenig.
In Italien sind die Notierungen in der 14. KW 2025 um weitere +2 ct auf 1,53 €/kg LG erhöht worden. Das Angebot aus dem In- und Ausland fällt für die vorösterliche Nachfrage knapp aus.
In Spanien wird in der 14. KW 2025 mit 2,26 €/kg der Preis nochmal um +2 ct/kg erhöht. Importe aus Frankreich und den Niederlanden sind zur Bedarfsdeckung der Schlachtereien notwendig.
In den USA/IOWA haben sich die Erzeugerpreise am Mo, 31.03. bei 1,81 €/kg stabilisiert. Die Teilstückpreise reagieren zurzeit uneinheitlich. Die Schlachtzahlen sind gestiegen. Die Terminkurse für den neuen Frontmonat Mai.-25 haben sich auf 1,81 €/kg eingependelt. In den Sommermonaten werden weiter steigende Notierungen erwartet. Schweinebestand verringert sich geringfügig.
Brasilien: Die Erzeugerpreise haben sich wieder auf 1,70 €/kg stabilisiert. Die Inlandsnachfrage läßt saisonal etwas nach. Ein stärkerer Wechselkurs gleicht aus. Hohe Erwartungen für 2025 richten sich auf Exporte nach Mexiko, wenn die US-Zölle wirksam werden sollten.
China: Die Kurse befinden sich mit 2,58 €/kg in der saisonüblichen Abwärtsentwicklung. Der Monat Mai.-2025 wird an der Dalian-Börse mit 2,29 €/kg notiert, erst in den Sommermonaten sind wieder moderate Preissteigerungen zu erwarten. Die Schweinefleischerzeugung 2025 wird unter Vorjahr bleiben. Nach jüngsten Ermittlungen beträgt der Sauenbestand auf unverändert 40,6 Mio. Tiere, die staatliche Zielvorgabe lautet 39,6 Mio.
Fazit: Das Schweinefleischangebot ist zu knapp für die steigende vorösterliche Nachfrage. Entsprechend kräftig fallen die Aufschläge für die Notierung aus. In den benachbarten Ländern sind ebenfalls weitere kräftige Preisaufbesserungen durchgesetzt worden. Der Preisspielraum nach oben ist offen.
ZMP Live Expertenmeinung
Der erwartete Preisauftrieb ist da. Das Lebendangebot ist für die steigende Nachfrage zu knapp. Steigende Notierungen sind in fast allen EU-Erzeugungsgebieten zu sehen. Mit +23 ct/kg in zwei Wochen ist eine beachtliche Preissteigerung eingetreten