Europa unter Preisdruck durch spanisches Fleisch
Deutschland: V-Preis 1,95 €/kg (Spanne 1,95 - 2,02 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen liegen bei 736.005 (Vorwoche: 732.413). Die Schlachtgewichte liegen bei 97,8 kg (Vorwoche: 97,9 kg).
Die Voranmeldungen für die laufende Woche betragen 260.300 (Vorwoche: 261.000)
Die ISN-Auktion am Di, 02.09.2025 lag bei 2,00 €/kg in einer Spanne von: 2,00 – 2,00 €/kg.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 03.09.2025 bis 10.09.2025auf 1,95 €/kg in einer Spanne von 1,95 – 2,02 €/kg festgesetzt worden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 36. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,90 €/kg unverändert.
In Belgien gibt es in der 36. KW 2025 keine Änderung. Der Preis bleibt somit bei 1,75 €/kg.
In den Niederlanden bleiben die Notierungen in der 36. KW 2025 mit 1,89 €/kg unverändert.
In Frankreich/Bretagne sind die vergleichbaren Preise in der 36. KW unverändert bei 1,96 €/kg.
In Italien sind die Notierungen in der 36. KW 2025 unverändert bei 2,50 €/kg.
In Spanien ist der vergleichbare Preis in der 36. KW 2025 um 5 ct gefallen und liegt mit 2,14 €/kg nun niedriger.
USA/IOWA: bei einem Dollarkurs von 1,17 $ = 1,00 € liegen die Erzeugerpreise derzeit bei etwa 2,01 €/kg und sind damit leicht gefallen. Die Schlachtzahlen lagen leicht über dem Vorjahr, regionale Preise entwickelten sich unterschiedlich. Während Kotelettstück und Bauch schwächer notierten, zeigten Schinken und Rippen festere Tendenzen. Insgesamt herrscht ein uneinheitliches Marktumfeld mit leichten Anpassungen in den Teilstücken. Eine nachhaltige Erholung wird von den Marktteilnehmern erst gegen Ende des Jahres erwartet.
Brasilien: In Brasilien stiegen im August die Preise für Schweinefleisch deutlich an. Getragen wurde die Entwicklung sowohl von einer festen Inlandsnachfrage nach Lebendschweinen und Fleisch als auch von höheren Exportmengen. In São Paulo kletterten die Großhandelspreise teilweise um 3,7 % gegenüber Juli. Die aktuellen Erzeugerpreise liegen bei umgerechnet 1,94 €/kg und sind damit erneut gestiegen.
China: die Preise in China liegen aktuell bei 2,17 €/kg für den Frontmonat und unterstreichen das schwache Marktumfeld. Aktuell versucht die chinesische Regierung die großen Bestände einzudämmen, um den Preisverfall zu stoppen. Vor seinem Treffen mit Xi hob Putin indes hervor, dass die enge Partnerschaft zwischen Russland und China auch weiterhin auf Agrargütern wie Schweinefleisch aufgebaut werden soll.
Fazit
Der Schlachtschweinemarkt zeigt eine ruhige Seitwärtsbewegung bei ausgeglichenem Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Die Vermarktung verläuft ohne nennenswerte Impulse. Die Schlachtzahlen ziehen leicht an, während das durchschnittliche Schlachtgewicht sinkt. Der Fleischmarkt bleibt von Urlaubszeit und auslaufender Grillsaison geprägt. Auch im Ferkelmarkt überwiegt Stabilität bei weitgehend unveränderten Preisen in Deutschland und den Nachbarländern.
ZMP Live Expertenmeinung
Die Märkte bleiben in Wartestellung. Impulse durch Sortimentsumstellung im Handel oder Rückkehr aus der Ferienzeit lassen weiter auf sich warten. Importe aus dem Ausland gehen deutlich zurück, was mittelfristig das inländische Angebot entlasten könnte. Gleichzeitig wird der Fleischmarkt durch internationale Konkurrenz belastet. Die europäische Marktlage bleibt von Unsicherheit und hoher Preiskonkurrenz geprägt, insbesondere durch Spanien.