04.
09.24
Preise weiterhin unverändert

Schweine News, 04.09.2024

Bullish
  • anhaltend niedriges Lebendangebot
  • keine Überhänge
  • ansatzweise bessere Nachfrage
Bearish
  • zurückhaltendes Verbraucherverhalten
  • niedrige bis rückläufige Preise in Konkurrenzländern

Deutschland:V-Preis  2,00 €/kg (Spanne 2,00 – 2,05 €/kg)

Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind vorläufig mit rd 730.000  Schweinen (Vorwoche  727.586) größer geworden, die Schlachtgewichte mit 97,5 kg  gestiegen.

Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 263.000 (Vorwoche  261.300)

Die ISN-Auktion am Di, 03.09.2024 hat unverändert 2,06 €/kg gebracht (2,06– 2,065 €/kg)

Der V-Preis ist für die Zeit vom 05.09.2024 bis 12.09.2024 auf 2,00 €/kg in einer Spanne von         2,00 - 2,05 €/kg festgesetzt worden.

Schlachtschweinemarkt Deutschland

ASP:  Mit Stand vom 03.Sep. 2024 wurden bisher 6.013 ASP infizierte Wildschweine in Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg, Hessen und Rheinland-Pfalz nachgewiesen. In Hessen und Rheinland-Pfalz sind zwischenzeitlich 128 ASP infizierte Wildschweine gefunden worden. In 9 Betrieben mit Hausschweinen wurde ASP nachgewiesen und die Bestände gekeult.

Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:

In Dänemark werden in der 36. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,58 €/kg unverändert beibehalten.

In Belgien bleiben in der 36. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,93 €/kg ebenfalls unverändert.

In den Niederlanden werden die Notierungen in der 36. KW 2024 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,95 €/kg konstant gehalten.

In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 2,06 €/kg um weitere -2 ct/kg zurückgesetzt. Die Schlachtzahlen sind wieder auf 353.818 gestiegen, die Schlachtgewichte auf 96,3 kg. Die Schulferien sind zwar zu Ende gegangen; eine Absatzbelebung ist bisher nicht eingetreten. 

In Italien sind die Notierungen in der 36. KW 2024 nochmal um weitere +4 ct/kg gestiegen. Damit sind seit 8 Wochen die italienischen Schweinepreise um insgesamt 27 ct/kg gestiegen. Dazu ist weiterhin die knappe Marktversorgung in der Urlaubssaison verantwortlich und wird verschärft durch hohe ASP-Ausfälle im Gebiet nördlich von Genua in Norditalien.

In Spanien wird in der 36. KW 2024 mit 2,32 €/kg der Preis um nochmalige -3 ct/kg gesenkt. Die Nachfrage in der Urlaubssaison läßt nach, und das hohe Preisniveau bremst den Export

In den USA/IOWA wurden die Erzeugerpreise auf 1,54 €/kg um -5 ct/kg niedriger angesetzt. Der schwächere Dollarkurs hat dabei etwas mitgewirkt. Die Schlachtzahlen bleiben weiterhin hoch. Die Kühlhausvorräte steigen nur geringfügig an, bleiben aber unter Vorjahr. Die Teilstückepreise haben sich auf ermäßigten Niveau stabilisiert. Die Terminkurse für den Dez.-24 liegen bei durchschnittlich 1,57 €/kg.

Brasilien: Die Erzeugerpreise sind bei umgerechnet 1,84 €/kg stehen geblieben. Das Lebendangebot reicht nur knapp aus, die stabile Inlandsnachfrage und das flott laufende Exportgeschäft (+35 % im Juli/Aug.) mit Schwerpunkt Philippinen zu beliefern. 

China: Die Kurse sind auf 3,50 €/kg um -4 ct/kg gefallen. Das begrenzte Angebot aus dem In- und Ausland trifft auf eine saisonal ansteigende Nachfrage. Der Monat Nov-2024 wird an der Dalian-Börse mit Kursen um 3,11 €/kg gehandelt. Im Mrz.2025 werden jedoch nur noch Kurse von 2,55 €/kg notiert. China führt mittlerweile doppelt so viel Rindfleisch wie Schweinefleisch ein. 

Fazit: Preissenkungen in den benachbarten EU-Mitgliedstaaten (Ausnahme Italien) haben die stabile Preisentwicklung in Deutschland nicht ins Wanken gebracht. Es bleibt die Erwartung, dass mit dem Ende der Ferien/Urlaubszeit die Nachfrage etwas zulegt und der Preisdruck abnimmt. Die Hoffnungen sind jedoch sehr bescheiden geworden.

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ZMP Live Expertenmeinung

Die feste Preisentwicklung resultiert zunächst aus dem vergleichsweise niedrigen Lebendangebot auf der einen Seite und einer immer noch verhaltenen Nachfrageentwicklung auf der Verbrauchsseite. Die teilweise noch nachgebenden Preise in den konkurrierenden Nachbarländern erlauben keinerlei Preisspielräume in Deutschland. Die Erwartungen auf Preisbesserung in der Nachurlaubsphase sind sehr bescheiden geworden. 

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