05.
04.23
Preise stabil

Schweine News, 05.04.2023

Bullish
  • Niedriges Lebendangebot
  • geringe Kühlhausvorräte
  • anhaltend niedrige Voranmeldungen
  • Frischfleischgeschäft für Osterfeiertage
Bearish
  • inflationsbedingt gebremste Nachfrage
  • unzureichender Drittlandexport

Deutschland:  V-Preis  2,33 €/kg (Spanne 2,33 – 2,38 €/kg) -                                               

Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 747.160  Schweinen (Vorwoche  732.185   )etwas höher  ausgefallen, die Schlachtgewichte haben sich mit 97,2 kg nicht verändert.

Die Voranmeldungen bleiben mit  237.900 Schweinen (Vorwoche 239.300) weiter erheblich unter dem Durchschnitt früherer Jahre.

Auf der ISN-Auktion am Di, 04. Apr. 2023 wurde ein Durchschnittspreis von 2,40 €/kg -3 ct/kg zur Vorauktion in einer Spanne von 2,39 bis 2,41 €/kg erzielt. Der Überstand lag bei 66 %.

Der V-Preis ist für die Zeit vom 06.04.2023 bis 12.04.2023 auf 2,33 €/kg in einer Spanne von 2,33 bis 2,38 €/kg beibehalten worden;  

ASP:  Mit Stand vom 04. Apr. 2023 sind 5.219 ASP infizierte Wildschweine in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg amtlich bestätigt worden. Schwerpunkte der jüngsten Funde lagen in Brandenburg und im Kreis Dresden. Die ersten Kernzonen in anderen Gebieten wurden bereits aufgehoben.

Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:

In Dänemark wurden die Preise in der 14. KW 2023 auf vergleichbar gerechnete 1,93 €/kg um +3 ct/kg erhöht. Damit wird der Abstand zu den übrigen Ländern weiter geringer.

In Belgien sind die Preise in der 14. KW 2023 mit 2,21 €/kg unverändert beibehalten worden. Das Lebendangebot wird durch den Export von Schlachtschweinen knapper, aber der Fleischabsatz ist nach wie vor schwierig.

In den Niederlanden sind die Preise in der 14. KW 2023 mit vergleichbar gerechneten 2,21 €/kg um unverändert beibehalten worden.

In Frankreich/Bretagne sind die Preise mit 2,38 €/kg unverändert geblieben. Die Schlachtzahlen liegen weiterhin bei niedrigen 358.109 Schweinen. Die Schlachtgewichte sind mit 96,27 kg gestiegen.

In Italien sind die Notierungen in der 14. KW 2023 um weitere 2 ct/kg gestiegen. Trotz Zurückhaltung der Verbrauchernachfrage bleibt das Lebendangebot weiterhin zu klein.

In Spanien sind die Preise in der 14. KW 2023 bei vergleichbaren 2,64 €/kg nochmal um 1 ct/kg erhöht worden. Hohe Tierverluste infolge PRRS-Epidemie sorgen für ein knappes Inlandsangebot. Schweine werden aus dem Ausland herangefahren. Der spanische Schweineverband fürchtet um die Einschleppung von ASP durch die hohen Ferkelimporte.   

In den USA/IOWA sind die Preise auf umgerechnete 1,50 €/kg gefallen. Die Schlachtzahlen haben sich wenig erhöht. Die Teilstückepreise sind uneinheitlich und fallen in der Tendenz etwas ab. Die Kühlhausvorräte sind gestiegen. Die Börsennotierungen für die Sommermonate bleiben unter 2 €/kg.

Brasilien: Die Erzeugerpreise sind im Durchschnitt bei wieder schwächeren REAL auf 1,55 €/kg nochmal gesenkt worden. Die Exporte in den ersten beiden Monaten 2023 lagen um 11 % über Vorjahrzeitraum. Absatzschwerpunkte bleiben China/HK, Südkorea und die Philippinen.

China: Die Preise sind Mitte Mrz.2023 mit umgerechnet 2,80 €/kg wieder zurückgefallen. Die Fleischnachfrage bleibt saisonal üblich schwach. Die staatlichen Vorratskäufe zur Preisstabilisierung erreichen nur eine mäßige Wirkung. Erst für Sep.23 werden wieder Kurse an der Dalian Börse von umgerechnet 3,24 €/kg gehandelt. Der Sauenbestand ist um 0,6 % zum Vormonat Febr.2023 gefallen.

Fazit: Das Ostergeschäft ist gelaufen. Spannend wird die Nachosterzeit, die üblicherweise von Preis-schwächen geprägt ist. Allerdings sind die Kühlhausvorräte niedrig und das Lebendangebot ebenfalls.  Noch ist die aktuelle Fleischnachfrage zurückhaltend.

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ZMP Live Expertenmeinung

Trotz feiertagsbedingter Ausfalle von Schlachttagen verhindert das niedrige Lebendangebot mögliche Preissenkungen. Für die Osterfeiertage wird dringend Frischfleisch benötigt. In den Kühlhäuser liegt nur wenig Ware. 

Ob die übliche Nachosterflaute auch in diesem Jahr stattfindet, ist kaum zu glauben angesichts der knappen Versorgungslage. 

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