05.
06.24
Schweinepreise weiterhin bei 2,20 €/kg

Schweine News, 05.06.2024

Bullish
  • anhaltend niedriges Lebendangebot
  • geringe Voranmeldungen
  • gesunkene Schlachtgewichte
  • zukünftig volle Schlachtwochen
  • Beginn der Fußball-EM
Bearish
  • reservierte Fleischnachfrage

Deutschland:V-Preis  2,20 €/kg (Spanne 2,20 – 2,25 €/kg)

Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit rd. 696.571  Schweinen (Vorwoche  630.090) nach den Feiertag wieder größer ausgefallen, die Schlachtgewichte lagen mit 97,6 kg etwashöher.

Die Voranmeldungen fallen mit  259.400  Schweinen (Vorwoche 259.200) fast gleich hoch aus.

Die ISN-Auktion am Di, 04. Juni 2024 brachte durchschnittlich 2,28 €/kg in einer Spanne von 2,28 – 2,28 €/kg.

Der V-Preis ist für die Zeit vom 06.06.2024 bis 12.06. 2024 auf 2,20 €/kg in einer Spanne von         2,20 - 2,25 €/kg festgesetzt worden. 

Schlachtschweinemarkt Deutschland

ASP:  Mit Stand vom 28. Mai 2024 wurden bisher 5.706 ASP infizierte Wildschweine in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg nachgewiesen. Im Apr 2024 sind 21 Fälle gemeldet worden.

Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:

In Dänemark sind in der 23. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,77 €/kg unverändert beibehalten worden.  

In Belgien sind in der 23. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise von 2,10 €/kg unverändert geblieben.

In den Niederlanden werden die Notierungen in der 23. KW 2024 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 2,12 €/kg unverändert beibehalten.

In Frankreich/Bretagne sind die Preise mit 2,00 €/kg nicht verändert worden. Die Schlachtzahlen sind wieder auf 364.930 angestiegen; die Schlachtgewichte liegen bei 96,82 kg.

In Italien sind die Notierungen in der 23. KW 2024 nach den Absenkungen in den Vorwochen unverändert geblieben. Noch immer schränkt die ASP-Epidemie das Marktgeschehen ein.

In Spanien werden die Preise in der 23. KW 2024 mit vergleichbaren 2,35 €/kg weiter unverändert beibehalten. Die Schlachtkapazitäten sind zwar nicht ausgelastet, aber der Fleischabsatz bleibt angesichts der hohen Preise schwierig. 

In den USA/IOWA sind die Erzeugerpreise auf aktuelle 1,84 €/kg gestiegen. Die Schlachtzahlen bewegen sich wieder auf etwas reduzierten Durchschnittsniveau. Die Teilstückepreise haben jedoch nachgegeben. Die Vorräte in den Kühlhäusern sind zum Vormonat gestiegen.  Für die sommerliche Grillsaison werden Börsenkurse von 2,12 €/kg gehandelt.Die Terminkurse für den Dez.-24 liegen aber nur noch bei durchschnittlich 1,63 €/kg.

Brasilien: Die Erzeugerpreise sind im Durchschnitt auf 1,47 €/kg gefallen. Überschwemmungen in Rio Grande do Sul behindern Schlachtunternehmen beim Bezugs- und Absatzgeschäft sowie infolge Stromausfalls bei der Verarbeitung und Lagerung.

China: Die Kurse haben sich weiter auf 2,67 €/kg stabilisiert. Das nachlassende Angebot infolge des vorangegangenen Bestandsabbaus nimmt den Druck aus dem Markt. Der Monat Nov-2024 wird an der Dalian-Börse Kurse bereits mit 3,12 €/kg gehandelt. Dieses Preisniveau soll bis in den Jan.2025 anhalten. Das systematisch reduzierte Angebot trifft auf eine saisontypisch steigende Nachfrage.

Fazit:  Trotz des niedrigen Lebendangebots und geringer Kühlhausvorräte eröffnen sich bisher keine Preisspielräume nach oben.  Dennoch besteht die Erwartung, dass in der nächsten Zeit Preiserhöhungen angesichts voller Schlachtwochen, zunehmender Grillaktivitäten und der Fußball-EM möglich werden. 

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ZMP Live Expertenmeinung

Hohe Erwartungen richten sich auf zukünftige volle Schlachtwochen, zunehmender Grillaktivität und Nachfrageimpulsen von der Fußball-EM. 

Das Lebendangebot bleibt weiterhin auf dem reduzierten Niveau. 

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